Weißenborn. Ein brisanter Fund hat am Mittwochnachmittag den kleinen Ort Weißenborn im Burgenlandkreis in Aufregung versetzt. Bei der Durchsuchung eines Bauernhofes entdeckten Polizeibeamte Waffen, Munition und größere Mengen sprengfähigen Materials. Aus Sicherheitsgründen entschied sich die Polizei noch vor Ort für eine kontrollierte Sprengung.
Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle bestätigte, richteten sich die Maßnahmen gegen einen 25-jährigen Tatverdächtigen. Gegen ihn wird wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz ermittelt. Grundlage für den Einsatz war ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Halle.
Hinweise aus dem Internet führten zum Einsatz
Auslöser für die Ermittlungen waren Hinweise, wonach der Beschuldigte Sprengstoff und andere gefährliche Substanzen über das Internet beschafft haben soll. Bei der Durchsuchung stellten die Einsatzkräfte schließlich sprengfähiges Material im zweistelligen Kilobereich sicher. Ein Abtransport galt als zu riskant, da die Substanzen als instabil eingeschätzt wurden.
Stattdessen entschied man sich für eine kontrollierte Detonation direkt auf dem Gelände. Spezialkräfte richteten einen großräumigen Sperrkreis ein, rund 15 Anwohner mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen. Verletzt wurde nach Angaben der Behörden niemand.
Waffen, Munition und Laborequipment entdeckt
Neben dem Sprengstoff fanden die Beamten Munition und mehrere Waffen, darunter auch Armbrüste. Zudem stellten sie Laborequipment, Chemikalien sowie elektronische Datenträger sicher. Welche Pläne der 25-Jährige mit dem Material verfolgte, ist bislang unklar.
Trotz des Umfangs des Fundes befindet sich der Tatverdächtige derzeit auf freiem Fuß. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft liegen aktuell keine ausreichenden Hinweise auf Flucht- oder Verdunkelungsgefahr vor. Die Ermittlungen dauern an, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Datenspeicher.
Ermittlungen laufen weiter
Der Fall wirft viele Fragen auf – vor allem, wozu der Mann die gefährlichen Substanzen und Waffen sammelte. Die Behörden halten sich mit weiteren Details zurück, betonen jedoch, dass die Lage unter Kontrolle sei und für die Bevölkerung keine anhaltende Gefahr bestehe.


