Australischen Sicherheitsbehörden ist ein bedeutender Schlag gegen den internationalen Drogenschmuggel gelungen. Im Hafen von Sydney entdeckten Ermittler mehrere hundert Kilogramm versteckter Drogen in einer schweren Industrieanlage, die aus Lateinamerika nach Australien verschifft worden war. Wie die Behörden jetzt mitteilten, wurden insgesamt 373 Kilogramm verschiedener illegaler Substanzen sichergestellt — darunter Kokain, Methamphetamin und MDMA. Die Drogen waren offenbar professionell in einem schweren Dieselgenerator versteckt worden.
Verdächtige Auffälligkeiten bei Routinekontrolle
Der Fall begann mit einer Routineinspektion durch die Australian Border Force am Hafen Port Botany in Sydney. Beamte bemerkten ungewöhnliche Auffälligkeiten im Inneren eines aus Mexiko stammenden Generators, der über Malaysia nach Australien transportiert worden war. Daraufhin wurden Spezialisten der Australian Federal Police hinzugezogen. Die Ermittler zerlegten die schwere Maschine über einen Zeitraum von drei Tagen Stück für Stück, um den Verdacht zu überprüfen.
Hunderte Drogenpakete in Generator versteckt
Bei der aufwendigen Durchsuchung stießen die Ermittler schließlich auf ein groß angelegtes Drogenversteck. Nach Angaben der Behörden befanden sich in der Maschine unter anderem 106 Pakete Kokain, rund 50 Kilogramm Methamphetamin sowie mehrere Kilogramm MDMA, besser bekannt als Ecstasy. Die Drogen wurden umgehend beschlagnahmt. Nun versuchen die Ermittler, das dahinterstehende internationale Schmuggelnetzwerk zu identifizieren. Nach Einschätzung der Polizei war die Lieferung vermutlich für mehrere kriminelle Gruppen bestimmt und sollte anschließend in unterschiedlichen Regionen Australiens verteilt werden.
Ermittler suchen mögliche Helfer des Schmuggelnetzwerks
Die Behörden gehen davon aus, dass die Täter bei der Logistik und Lagerung der schweren Maschinen Unterstützung vor Ort erhalten haben könnten. Deshalb bittet die Polizei nun die Bevölkerung um Hinweise. Insbesondere suchen die Ermittler nach Personen, die möglicherweise angesprochen wurden, um Generatoren zwischenzulagern, Ersatzteile zu verkaufen oder technische Reparaturen an Industrieanlagen vorzunehmen.
Die Polizei vermutet, dass das kriminelle Netzwerk gezielt Fachkräfte mit mechanischem oder technischem Know-how kontaktiert haben könnte, um den Schmuggel unauffällig abzuwickeln.
Behörden warnen vor wachsendem internationalen Drogenschmuggel
Die australischen Ermittler betonten, dass der Fund erneut zeige, mit welchem Aufwand internationale Drogenkartelle versuchen, Sicherheitskontrollen zu umgehen. Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Behörden sei jedoch verhindert worden, dass die Drogen auf den Straßen Australiens landen. Die Ermittlungen gegen die mutmaßlich beteiligten Täter dauern an.


