Leipzig. Am Leipziger Hauptbahnhof ist es am Donnerstagnachmittag zu einem massiven Zwischenfall gekommen. Mehrere Jugendliche verfolgten einen 14-Jährigen in ein Schnellrestaurant und attackierten ihn dort mit Tritten. Mindestens ein Täter setzte zudem Reizgas ein – mit weitreichenden Folgen für zahlreiche Unbeteiligte.
Als die alarmierte Bundespolizei eintraf, klagten mehrere Menschen im Restaurant über starke Augenreizungen, Hustenanfälle und allgemeines Unwohlsein. Insgesamt wurden 19 Personen verletzt, darunter eine 53-jährige Frau, die zur weiteren Behandlung in die Notaufnahme gebracht werden musste. Das Restaurant musste sofort evakuiert, gelüftet und vorübergehend geschlossen werden.
Nach Auswertung der Videoaufnahmen sowie Aussagen von Zeugen konnten vier Tatverdächtige identifiziert werden. Alle sind der Polizei bereits bekannt. Neben ihnen wurden drei weitere, bislang unbekannte Jugendliche als mögliche Beteiligte registriert. Gegen alle wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen laufen weiter.
Durch die Reizgaswolke und den Tumult musste das betroffene Restaurant bis 15:30 Uhr geschlossen bleiben. Die Bundespolizei prüft nun, ob die Jugendlichen möglicherweise gezielt in Gruppenstärke vorgingen und ob weitere Delikte in Zusammenhang mit der Attacke stehen.


