Der Supertaifun „Sinlaku“ hat die Nördliche Marianen im Westpazifik mit voller Wucht erreicht und die Region weitgehend lahmgelegt. Rund 400 Touristen sitzen derzeit auf den Inseln fest, nachdem sämtliche internationalen Flugverbindungen gestrichen wurden. Die Behörden reagieren mit drastischen Maßnahmen auf die extreme Wetterlage.
Orkanböen und massive Schäden
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern gehört „Sinlaku“ zu den schwersten Stürmen der aktuellen Saison. Bereits vor seinem Eintreffen kam es auf den Inseln zu großflächigen Stromausfällen. Die Wucht des Taifuns entwurzelte zahlreiche Bäume und beschädigte Infrastruktur. Die Inselgruppe, ein Außengebiet der Vereinigte Staaten nordöstlich der Philippinen, ist besonders bei asiatischen Urlaubern beliebt – nun wird sie zum Krisengebiet.
Gouverneur warnt eindringlich vor Lebensgefahr
Gouverneur David Apatang richtete einen dringenden Appell an die Bevölkerung. Der Sturm dürfe keinesfalls unterschätzt werden. Bewohner und Touristen wurden aufgefordert, ihre Häuser oder Notunterkünfte nicht zu verlassen. Auch der National Weather Service warnte eindringlich vor den Gefahren im Freien. Herumfliegende Trümmerteile könnten jederzeit schwere oder tödliche Verletzungen verursachen.
Höchste Alarmstufe bereits vor Eintreffen
Bereits einen Tag vor dem Eintreffen des Taifuns hatten die Behörden die höchste Warnstufe ausgerufen. Meteorologen rechnen damit, dass „Sinlaku“ als Sturm der Kategorien 4 oder 5 über die Inseln hinwegzieht – mit entsprechend verheerenden Auswirkungen.
Auch Guam bereitet sich auf Sturm vor
Die Auswirkungen könnten sich auf weitere Gebiete ausweiten. Das südlich gelegene US-Territorium Guam bereitet sich bereits auf mögliche Ausläufer des Taifuns vor. Notfallpläne wurden aktiviert, Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft versetzt.
Ungewisse Lage für Bewohner und Reisende
Während der Sturm weiter über die Region zieht, bleibt die Lage angespannt. Wann der Flugverkehr wieder aufgenommen werden kann, ist unklar. Für Touristen und Einheimische beginnt damit eine Phase der Unsicherheit – abhängig von der weiteren Entwicklung eines der gefährlichsten Stürme des Jahres.


