Stromausfälle, Hochwasser oder sogar gezielte Anschläge: Szenarien, die lange abstrakt wirkten, sind längst Teil der realen Gefahrenlage geworden. Spätestens seit den Ereignissen rund um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt im Dezember 2024 ist vielen klar, wie schnell sich der Alltag in eine Krisensituation verwandeln kann. Hinzu kommen internationale Konflikte und sogenannte hybride Bedrohungen, die die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur verdeutlichen.
Vor diesem Hintergrund setzt die Landeshauptstadt Magdeburg auf Aufklärung und Eigenverantwortung – und lädt Bürgerinnen und Bürger zu einem umfassenden Aktionstag rund um Zivil- und Katastrophenschutz ein.
Aktionstag soll Wissen greifbar machen
Am Samstag, den 25. April 2026, verwandelt sich die Städtische Volkshochschule in der Leibnizstraße von 10 bis 14 Uhr in eine Informations- und Erlebnisplattform. Ziel der Veranstaltung ist es, theoretisches Wissen in praktische Handlungskompetenz zu übersetzen. Besucherinnen und Besucher sollen nicht nur zuhören, sondern aktiv mitmachen, ausprobieren und Fragen stellen.
Der Fokus liegt klar auf der individuellen Notfallvorsorge: Was gehört in einen Notvorrat? Wie verhält man sich bei einem länger anhaltenden Stromausfall? Und wie erreicht man im Ernstfall Hilfe? Antworten darauf geben Fachleute aus verschiedenen Bereichen des Katastrophenschutzes.
Von Theorie zu Praxis: Übungen und Mitmachangebote
Das Programm ist bewusst niedrigschwellig und generationenübergreifend angelegt. Neben klassischen Informationsständen erwarten die Gäste interaktive Angebote: Erste-Hilfe-Kurztrainings, Brandschutzübungen und realitätsnahe Szenarien – etwa zur Bewältigung eines großflächigen Stromausfalls.
Auch Kinder kommen nicht zu kurz: Spielerische Übungen sollen frühzeitig ein Bewusstsein für Gefahrenlagen schaffen, ohne Angst zu erzeugen. Ein besonderes Highlight dürfte die Vorführung der Hundestaffel sein, die eindrucksvoll zeigt, wie Rettungseinsätze in der Praxis ablaufen.
Starke Partner im Katastrophenschutz
Der Aktionstag wird von einem breiten Netzwerk getragen. Neben der Volkshochschule und dem Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sind zahlreiche Hilfsorganisationen beteiligt. Dazu zählen unter anderem Einheiten von Johannitern, ASB, Maltesern, DLRG und DRK sowie Fachkräfte der psychosozialen Notfallversorgung.
Diese Vielfalt macht deutlich: Katastrophenschutz ist Teamarbeit – und lebt vom Zusammenspiel professioneller Kräfte und informierter Bürger.
Politische Unterstützung und Signalwirkung
Zur offiziellen Eröffnung werden hochrangige Vertreter aus Stadt und Land erwartet, darunter der Beigeordnete für Personal, Bürgerservice und Ordnung sowie ein Staatssekretär des Innenministeriums Sachsen-Anhalt. Ihre Teilnahme unterstreicht die politische Bedeutung des Themas und sendet ein klares Signal: Krisenvorsorge ist keine Randaufgabe, sondern zentraler Bestandteil öffentlicher Sicherheit.
Ein Angebot für alle – kostenlos und ohne Anmeldung
Der Zugang zur Veranstaltung ist bewusst einfach gehalten: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Damit soll sichergestellt werden, dass möglichst viele Menschen die Gelegenheit nutzen können, sich zu informieren und vorzubereiten.
Vorbereitung als Schlüssel zur Sicherheit
Der Aktionstag in Magdeburg zeigt, dass effektiver Katastrophenschutz nicht erst im Ernstfall beginnt. Gut informierte und vorbereitete Bürgerinnen und Bürger können entscheidend dazu beitragen, Schäden zu minimieren und Leben zu schützen. Die Veranstaltung liefert dafür das nötige Wissen – praxisnah, verständlich und für alle zugänglich.


