Rettungseinsatz löst Stromausfall aus

Ein außergewöhnlicher Rettungseinsatz hat am Samstagmorgen im Rhein-Sieg-Kreis für einen weitreichenden Stromausfall gesorgt. Ein Mann war im Gewerbegebiet Scharrenbroich in Rösrath auf einen Hochspannungsmast geklettert und brachte sich damit in akute Lebensgefahr. Um eine sichere Rettung zu ermöglichen, musste die betroffene Hochspannungsleitung vollständig abgeschaltet werden – mit erheblichen Folgen für die umliegende Region. Von der vorsorglichen Stromabschaltung betroffen waren große Teile der Stadt Lohmar. Lediglich einige nördliche Ortsteile blieben weiterhin mit Energie versorgt.

Einsatzkräfte verhindern Tragödie in luftiger Höhe

Der Notruf ging am Samstagmorgen gegen 8.35 Uhr bei der Feuerwehr ein. Als die Einsatzkräfte eintrafen, befand sich der Mann auf einer der unteren Querstreben des rund 40 Meter hohen Hochspannungsmastes. Da eine Rettung unter Spannung unmöglich gewesen wäre, veranlassten Feuerwehr, Netzbetreiber und Polizei umgehend die Abschaltung der Stromleitung. Zusätzlich wurden spezialisierte Höhenretter der Feuerwehr Köln alarmiert, die den Mann schließlich sicherten und wohlbehalten vom Mast herunterholten. Anschließend wurde er zur weiteren medizinischen Versorgung an den Rettungsdienst übergeben. Zu den Hintergründen seines Handelns machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Tausende Haushalte zeitweise ohne Energie

Die notwendige Abschaltung der Hochspannungsleitung führte zu einem großflächigen Stromausfall in Lohmar. Zahlreiche Haushalte und Unternehmen waren zeitweise ohne Elektrizität. Die Feuerwehr besetzte vorsorglich mehrere Gerätehäuser, um auch während des Ausfalls jederzeit auf Notrufe reagieren zu können. Nach Angaben der Einsatzkräfte gingen jedoch keine außergewöhnlichen Hilferufe aus der Bevölkerung ein. Gegen 10.15 Uhr konnten die Rettungsmaßnahmen abgeschlossen und die Stromversorgung schrittweise wiederhergestellt werden.

Großeinsatz mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst

An dem Einsatz waren rund 30 Feuerwehrkräfte aus Rösrath beteiligt. Unterstützt wurden sie von den Höhenrettern der Feuerwehr Köln, dem Rettungsdienst, der Polizei sowie dem zuständigen Netzbetreiber. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte sorgte dafür, dass die gefährliche Lage ohne Verletzte beendet werden konnte.

Der Vorfall zeigt zugleich, welche weitreichenden Folgen ein Einsatz an Hochspannungsanlagen haben kann. Bereits aus Sicherheitsgründen müssen Leitungen in solchen Situationen abgeschaltet werden, was erhebliche Auswirkungen auf die Stromversorgung ganzer Regionen haben kann.

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