Ätna-Ausbruch legt den Flugverkehr lahm

Der erneute Ausbruch des Vulkans Ätna hat auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien für erhebliche Einschränkungen im Reiseverkehr gesorgt. Gewaltige Aschewolken und verstärkte vulkanische Aktivität führten dazu, dass der Flughafen von Catania seinen Betrieb zeitweise weitgehend einstellen musste. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, verschoben oder auf andere Flughäfen umgeleitet. Nach Angaben der italienischen Vulkanforscher begann der Ätna am Wochenende verstärkt Asche und Rauch auszustoßen. Im Laufe der Eruption bildete sich eine gewaltige Aschewolke, die rund 1,5 Kilometer über den Gipfel des Vulkans hinaus aufstieg. In mehreren Regionen Siziliens berichteten Anwohner über herabfallende Aschepartikel und Staubablagerungen auf Straßen, Fahrzeugen und Gebäuden.

Flughafen Catania stoppt Starts und Landungen

Die Auswirkungen trafen vor allem den internationalen Flughafen von Catania, das wichtigste Luftverkehrsdrehkreuz im Osten Siziliens. Aufgrund der Vulkanasche wurden Starts und Landungen zeitweise vollständig ausgesetzt. Mehrere Maschinen mussten umgeleitet werden, andere Verbindungen wurden kurzfristig gestrichen. Betroffen waren auch Flüge von und nach Deutschland. Für viele Urlauber bedeutete dies lange Wartezeiten, kurzfristige Umbuchungen und erhebliche Unsicherheit bei der Reiseplanung. Besonders Reisende mit gebuchten Sommerferien auf Sizilien mussten ihre Anreisepläne teilweise kurzfristig ändern.

Entspannung der Lage – doch Entwarnung gibt es nicht

Inzwischen hat sich die Situation etwas beruhigt. Die Behörden stuften die vulkanische Alarmstufe von Rot auf Orange herab, sodass der Flugbetrieb in Catania wieder aufgenommen werden konnte. Der betroffene Luftraum gilt derzeit wieder als vollständig nutzbar und Starts sowie Landungen sind grundsätzlich möglich. Dennoch warnen Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften weiterhin vor kurzfristigen Änderungen. Die Aktivität des Ätna kann sich innerhalb kurzer Zeit verändern, sodass erneute Einschränkungen im Flugverkehr nicht ausgeschlossen werden können.

Urlauber sollen Flugstatus regelmäßig überprüfen

Reisenden wird dringend empfohlen, den Status ihrer Verbindung vor der Fahrt zum Flughafen zu kontrollieren und aktuelle Informationen ihrer Fluggesellschaft zu beachten. Viele Airlines informieren ihre Passagiere inzwischen automatisiert per App, SMS oder E-Mail über Änderungen im Flugplan.

Wer in den kommenden Tagen nach Sizilien reisen möchte, sollte zusätzliche Zeitreserven einplanen und alternative Anreisemöglichkeiten im Blick behalten. Besonders während der Hauptreisezeit können bereits kurze Unterbrechungen im Flugverkehr erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Reisebetrieb haben. Der rund 3.400 Meter hohe Ätna gilt als der höchste aktive Vulkan Europas und gehört zu den aktivsten Vulkanen weltweit. Eruptionen gehören auf Sizilien zum Alltag, größere Aschewolken führen jedoch regelmäßig zu Einschränkungen im Luftverkehr rund um Catania und die Ostküste der Insel.

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