400kg Heroin im Hamburger Hafen gefunden

Hamburg/Hannover. Ein spektakulärer Drogenfund im Hamburger Hafen hat umfangreiche Ermittlungen in Norddeutschland ausgelöst. Der Zoll stellte bereits Anfang Dezember rund 400 Kilogramm Heroin sicher, die in einem Seecontainer aus Singapur nach Deutschland geschmuggelt werden sollten. Nun sind weitere Details zu dem Fall bekannt geworden.

Wie das Zollfahndungsamt Hannover mitteilte, durchsuchten Ermittler am vergangenen Mittwoch mehrere Wohn- und Geschäftsräume in Osterholz-Scharmbeck im Landkreis Osterholz sowie in Bremerhaven und Bremen. Dabei wurden unter anderem elektronische Datenträger und weitere Beweismittel sichergestellt. Aus ermittlungstaktischen Gründen seien diese Maßnahmen erst jetzt öffentlich gemacht worden.

Nach Angaben der Zollfahnder handelt es sich um eine der größten Heroin-Einzelsicherstellungen in Deutschland seit Jahren. Der geschätzte Straßenverkaufswert der Drogen liegt demnach bei rund 32 Millionen Euro.

Die heiße Spur begann im Hamburger Hafen. Dort war ein Container aus Singapur zur Kontrolle ausgewählt worden, der laut Frachtpapieren Papierrollen für die Druckindustrie enthalten sollte. Bei einer Röntgenuntersuchung entdeckten die Beamten jedoch Unregelmäßigkeiten. Auffällige rechteckige Strukturen in zahlreichen Rollen weckten den Verdacht der Fahnder.

Bei der anschließenden manuellen Kontrolle bestätigte sich der Verdacht: In etwa der Hälfte der mehrere hundert Kilogramm schweren Papierrollen waren insgesamt 400 einzeln verpackte Heroinpakete versteckt. Die Schmuggler hatten offenbar gehofft, die Drogen auf diesem Weg unbemerkt durch den regulären Warenverkehr zu schleusen.

Die Ermittlungen zu den Hintermännern des Drogentransports laufen weiter. Der Fund unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Hamburger Hafens als internationales Drehkreuz – und als Brennpunkt für den Kampf gegen den organisierten Drogenhandel.

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