Ein nächtliches Erdbeben hat in der iranischen Hauptstadt Tehran Dienstagnacht für Unruhe gesorgt. Kurz vor Mitternacht bebte in der Millionenmetropole die Erde. Zahlreiche Bewohner wurden durch die Erschütterungen aus dem Schlaf gerissen und verließen aus Sorge ihre Wohnungen und Häuser. Nach Angaben der United States Geological Survey erreichte das Beben eine Stärke von 4,3. Der iranische Staatssender Islamic Republic of Iran Broadcasting meldete dagegen eine Stärke von 4,6.
Das Epizentrum lag demnach im Bezirk Pardis östlich von Teheran. Die Erschütterungen entstanden in rund zehn Kilometern Tiefe und waren in mehreren Teilen der Region deutlich zu spüren.
Erschütterungen auch in Karaj wahrgenommen
Nach Berichten iranischer Medien wurde das Beben nicht nur in Teheran registriert. Auch in Karaj, etwa 40 Kilometer westlich der Hauptstadt, berichteten Einwohner von deutlich spürbaren Erschütterungen. Viele Menschen reagierten in der Nacht verunsichert und suchten vorsorglich offene Flächen oder Straßen auf. Bilder und Videos in sozialen Netzwerken zeigten Anwohner, die sich nach dem Beben vor Gebäuden versammelten.
Behörden melden zunächst keine Opfer oder Schäden
Nach ersten offiziellen Informationen wurden bislang weder Verletzte noch größere Schäden gemeldet. Einsatzkräfte und Behörden überprüften in der Nacht wichtige Infrastruktur sowie mögliche Schäden an Gebäuden. Dennoch sorgen selbst moderate Erdbeben in Teheran regelmäßig für große Besorgnis. Die iranische Hauptstadt liegt in einer erdbebengefährdeten Region mit mehreren aktiven geologischen Verwerfungen. Experten warnen seit Jahren davor, dass ein stärkeres Beben in der dicht besiedelten Metropole schwere Folgen haben könnte.
Angst vor schwereren Erdbeben bleibt präsent
Im Großraum Teheran leben Millionen Menschen. Viele Gebäude gelten als nur bedingt erdbebensicher. Deshalb lösen selbst kleinere Erschütterungen häufig Angst und Unsicherheit aus. Iran gehört weltweit zu den Ländern mit hoher seismischer Aktivität. Immer wieder kommt es dort zu schweren Erdbeben mit zahlreichen Todesopfern und massiven Zerstörungen. Entsprechend aufmerksam verfolgen Behörden und Bevölkerung jede neue Erschütterung.
Ob es nach dem aktuellen Beben weitere Nachbeben geben wird, war zunächst unklar.


