Nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela verschärft sich die Debatte über die Auswirkungen der US-Sanktionen auf die internationale Katastrophenhilfe. Während die Zahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben auf mehr als 1.400 gestiegen ist, warnen Experten und Politiker, dass bestehende Finanz- und Handelssanktionen Rettungsmaßnahmen sowie den Wiederaufbau erheblich erschweren.
Zwar haben die USA einzelne Sanktionen vorübergehend gelockert, um humanitäre Hilfsmaßnahmen zu ermöglichen. Dennoch bleiben wesentliche Einschränkungen bestehen. Milliardenbeträge venezolanischer Staatsgelder im Ausland sind weiterhin eingefroren, zudem kann das Land nicht auf internationale Finanzmittel zugreifen. Nach Einschätzung von Fachleuten verzögern diese Hürden dringend benötigte Investitionen in Bergungsarbeiten und den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur.
Internationale Kritik an US-Politik nimmt zu
Die anhaltenden Sanktionen stoßen zunehmend auf Kritik. Wissenschaftler und internationale Beobachter argumentieren, dass wirtschaftliche Beschränkungen in einer humanitären Notlage die Versorgung der Bevölkerung zusätzlich belasten. Auch Kolumbiens Präsident forderte ein Ende der Wirtschaftssanktionen, um Venezuela den Zugang zu finanziellen Ressourcen für Hilfsmaßnahmen zu erleichtern.
Unterdessen laufen die Rettungsarbeiten in den besonders schwer betroffenen Regionen weiter. Internationale Einsatzkräfte unterstützen die Suche nach Vermissten, während zahlreiche Freiwillige und Anwohner selbst bei der Bergung und Versorgung der Betroffenen helfen. Der wirtschaftliche Schaden geht nach ersten Schätzungen in die Milliardenhöhe. Experten rechnen mit einem langwierigen Wiederaufbau, der Venezuela noch über Jahre beschäftigen dürfte.
Zahl der Toten steigt auf mehr als 1.700
Die Behörden melden inzwischen 1.719 Todesopfer und mehr als 5.000 Verletzte. Gleichzeitig gelten nach Angaben der Vereinten Nationen noch immer mehr als 50.000 Menschen als vermisst. Rettungskräfte suchen ununterbrochen in den Trümmern nach weiteren Überlebenden, doch die Hoffnung schwindet mit jeder Stunde.
Auch mehrere Tage nach den Erdstößen werden vereinzelt noch Menschen lebend aus eingestürzten Gebäuden gerettet. Internationale Hilfsteams unterstützen die Bergungsarbeiten unter schwierigen Bedingungen. Gleichzeitig werden immer mehr Opfer geborgen, wodurch die Zahl der Todesfälle kontinuierlich steigt. Experten rechnen damit, dass die endgültige Bilanz noch deutlich höher ausfallen könnte.


