Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit einer groß angelegten Angriffswelle aus Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen überzogen. Besonders schwer betroffen war die Hauptstadt Kiew, wo mehrere Wohngebäude und ein Hotel zerstört wurden. Nach Behördenangaben kamen mindestens acht Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Die Rettungskräfte suchten stundenlang in den Trümmern nach möglichen Überlebenden.
Die Angriffe richteten sich nach ukrainischen Angaben gegen mehrere Städte im Land. In Kiew verursachten Einschläge erhebliche Schäden an der zivilen Infrastruktur. Mehrere Wohnhäuser stürzten teilweise oder vollständig ein, zudem wurde ein Hotel zerstört. In zahlreichen Stadtteilen brachen Brände aus, während Einsatzkräfte versuchten, verschüttete Menschen zu retten und die Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Luftabwehr im Dauereinsatz
Während der nächtlichen Angriffe war in weiten Teilen der Ukraine Luftalarm ausgelöst worden. Die ukrainische Luftverteidigung versuchte, einen Großteil der anfliegenden Raketen und Drohnen abzufangen. Dennoch gelang es zahlreichen Flugkörpern, ihre Ziele zu erreichen und erhebliche Schäden anzurichten. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Schutzräume bis zur offiziellen Entwarnung nicht zu verlassen.
Nach den Angriffen begannen Feuerwehr, Rettungsdienste und freiwillige Helfer sofort mit den Bergungsarbeiten. Neben der Versorgung der Verletzten konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, eingeschlossene Bewohner aus zerstörten Gebäuden zu befreien. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden dürfte sich erst nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen vollständig feststellen lassen.
Die jüngste Angriffswelle zählt zu den schwersten Luftschlägen der vergangenen Wochen. Immer wieder geraten dabei auch Wohngebäude, Hotels und andere zivile Einrichtungen in Mitleidenschaft. Der Krieg in der Ukraine ist damit weiterhin von intensiven Luftangriffen geprägt, die insbesondere in den Nachtstunden erhebliche Auswirkungen auf die Bevölkerung haben.
Sicherheitslage bleibt angespannt
Die ukrainischen Behörden rechnen auch in den kommenden Tagen mit weiteren Luftangriffen und halten die Luftverteidigung in erhöhter Alarmbereitschaft. Gleichzeitig setzen die Rettungskräfte ihre Arbeiten an den betroffenen Orten fort. Während die Ermittlungen zum genauen Schadensausmaß laufen, wächst die Sorge vor weiteren Angriffen auf zivile Ziele und einer erneuten Verschärfung der Sicherheitslage.


