Schwere Gewitter haben in der Nacht zum Dienstag vor allem den Süden Polens getroffen. Heftiger Regen, Hagel und starke Windböen verursachten zahlreiche Schäden und führten landesweit zu einem umfangreichen Einsatz der Feuerwehren. Insgesamt wurden 1.124 Einsätze registriert. Die meisten Einsätze konzentrierten sich auf die südlichen Regionen des Landes. In der Woiwodschaft Schlesien rückten die Einsatzkräfte 284-mal aus. In Niederschlesien wurden 271 Einsätze gezählt, in Kleinpolen weitere 204. Umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste blockierten Straßen und beschädigten Grundstücke. Insgesamt mussten die Feuerwehren 562 umgestürzte Bäume beseitigen.
Überflutungen und beschädigte Dächer
Neben Sturmschäden sorgten vor allem die starken Niederschläge für Probleme. An 247 Stellen musste Wasser abgepumpt werden. Zudem wurden landesweit 43 beschädigte Dächer gemeldet. Damit entwickelte sich die Unwetterlage innerhalb weniger Stunden zu einer umfangreichen technischen Hilfeleistung für die Feuerwehren.
Auch Großstädte betroffen
Die Unwetter erreichten auch mehrere größere Städte. Die meisten Einsätze innerhalb einer Stadt wurden in Łódź registriert. Dort musste die Feuerwehr 127-mal ausrücken. In Opole wurden 75 Einsätze gezählt, in Poznań 58 und in Warschau 44. In der polnischen Hauptstadt entfielen allein 38 Einsätze auf die Zeit zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden. Die hohe Zahl der Einsätze zeigt die erhebliche Intensität der Unwetterfront. Besonders gefährlich waren die Kombination aus Starkregen, Hagel und kräftigen Windböen sowie die daraus resultierenden Verkehrsbehinderungen und Überflutungen.


