Jüterbog: Feuer auf ehemaligem Truppenübungsplatz

Ein großflächiger Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Altes Lager“ bei Jüterbog beschäftigt seit Freitagnachmittag Feuerwehr und Behörden. Dichte Rauchschwaden waren kilometerweit sichtbar und sorgten in der Region für erhebliche Beunruhigung.

Feuer breitet sich auf munitionsbelastetem Gelände aus

Nach Angaben der Einsatzkräfte brennt eine Fläche von rund 2,5 Hektar nordwestlich des Ortsteils Altes Lager. Besonders brisant: Das Gebiet gilt als munitionsbelastet. Wegen möglicher Explosionen können Feuerwehrkräfte nicht direkt an die Brandstelle vorrücken. Damit wird die Brandbekämpfung massiv erschwert. Stattdessen konzentrieren sich die Einsatzkräfte auf die Beobachtung und Sicherung der Umgebung.

Feuerwehr warnt vor weiterer Ausbreitung

Die starke Trockenheit und die Wetterlage erhöhen die Gefahr, dass sich die Flammen weiter ausbreiten. Die Rauchentwicklung wurde von der Feuerwehr als „sehr stark“ beschrieben. Zeitweise waren zwölf Löschfahrzeuge im Einsatz. Da ein direkter Löschangriff nicht möglich ist, bleibt die Lage schwer kontrollierbar.

Behörden geben Warnung an Bevölkerung heraus

Die Regionalleitstelle Brandenburg veröffentlichte eine Gefahreninformation für Anwohner in Teilen der Landkreise Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark. Bewohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Warnung soll verhindern, dass gesundheitsschädlicher Rauch in Gebäude gelangt.

Belastete Vergangenheit des Geländes

Der ehemalige Truppenübungsplatz „Altes Lager“ gilt seit Jahren als Risikogebiet. Auf dem Areal befinden sich weiterhin alte Munitionsreste aus militärischer Nutzung. Genau diese Altlasten machen Löscharbeiten bei Bränden besonders gefährlich. Bereits Anfang der Woche hatte es in der Nähe einen kleineren Waldbrand gegeben.

Brandenburg kämpft erneut mit Waldbrandgefahr

Die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe im Landkreis liegt bei Stufe 3 – „mittlere Gefahr“. Angesichts trockener Böden und steigender Temperaturen beobachten die Behörden die Lage jedoch mit wachsender Sorge. Brandenburg zählt regelmäßig zu den am stärksten von Waldbränden betroffenen Bundesländern Deutschlands.

Einsatzkräfte bleiben über Nacht in Bereitschaft

Auch in der Nacht sollen Feuerwehrkräfte vor Ort bleiben, um die Entwicklung des Feuers zu überwachen. Eine vollständige Kontrolle der Lage hängt maßgeblich davon ab, ob Wind und Wetter die Flammen weiter anfachen.

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