Ein spürbares Erdbeben hat am Sonntagabend den Nordosten von Japan getroffen. Nach Angaben des National Research Institute for Earth Science and Disaster Resilience (NIED) erreichte das Beben eine Stärke von 5,1 und ereignete sich gegen 22:00 Uhr Ortszeit.
Epizentrum nahe Ishinomaki – Beben in mittlerer Tiefe
Das Epizentrum lag in der Nähe der Küstenstadt Ishinomaki in der Präfektur Miyagi. Mit einer Tiefe von rund 58 Kilometern wird das Beben als moderat tief eingestuft – ein Faktor, der die Ausbreitung der Erschütterungen über eine größere Region begünstigt. Die Behörden weisen darauf hin, dass es sich um vorläufige Daten handelt. Stärke, genaue Lage und Tiefe könnten in den kommenden Stunden noch angepasst werden, sobald die seismologischen Analysen abgeschlossen sind.
Erschütterungen in weiten Teilen der Region spürbar
Nach ersten Einschätzungen wurde das Beben in zahlreichen Städten deutlich wahrgenommen. Besonders betroffen war neben Ishinomaki auch die Millionenstadt Sendai, die rund 80 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt. Auch in umliegenden Städten wie Shiogama, Tagajo, Tome, Natori und Osaki wurde leichtes Bodenschütteln gemeldet. In diesen Regionen leben zusammen mehrere hunderttausend Menschen.
Mögliche Schäden noch unklar
Obwohl das Beben keine extreme Stärke erreichte, schließen Experten kleinere bis mittlere Schäden nicht aus. Insbesondere ältere Gebäude könnten betroffen sein. Berichte über größere Zerstörungen oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.
Japan bleibt seismisch hochaktiv
Japan zählt zu den erdbebenreichsten Regionen der Welt. Die tektonische Lage am sogenannten Pazifischen Feuerring führt regelmäßig zu Erschütterungen unterschiedlicher Intensität. Entsprechend gut vorbereitet sind Infrastruktur und Bevölkerung – dennoch bleibt jedes Beben ein potenzielles Risiko. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau und prüfen, ob es zu Nachbeben oder weiteren Auswirkungen kommt.


