Bei einem bundesweiten Anti-Terror-Einsatz haben Ermittler Wohnungen in Wittmund sowie in vier weiteren Städten durchsucht und zwei mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ festgenommen. Die Männer stehen im Verdacht, sich in den Jahren 2016 und 2017 im Irak der Organisation angeschlossen zu haben. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll einer der Festgenommenen als bewaffneter Kämpfer aktiv gewesen sein, während der zweite innerhalb eines Scharia-Komitees Aufgaben für den IS übernommen habe.
Die Generalbundesanwaltschaft wirft beiden die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vor. Neben den Festnahmen durchsuchten Einsatzkräfte am Dienstag weitere Wohnungen von drei weiteren Beschuldigten in Trier, Delbrück, Köln und Chemnitz. Ziel der Razzien war es, Beweismaterial sicherzustellen und mögliche Unterstützernetzwerke offenzulegen.
Die beiden festgenommenen Männer wurden dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen sollen klären, welche Rolle die Beschuldigten innerhalb der Terrormiliz tatsächlich gespielt haben und ob Verbindungen zu aktuellen Strukturen des IS bestehen. Die Bundesanwaltschaft betont die hohe Bedeutung solcher Maßnahmen, um Rückzugsräume für Terrorverdächtige in Deutschland konsequent zu zerschlagen.


