Ein Erdbeben der Stärke 4,1 hat in der Nacht zum 5. Mai 2026 die Region nahe Opština Sombor erschüttert. Das Beben ereignete sich um 2:35 Uhr in einer Tiefe von rund 13 Kilometern und erreichte eine berechnete Maximalintensität von 5,6. Experten zufolge könnte das Ereignis für bis zu 3,2 Millionen Menschen in der Region spürbar gewesen sein.
Epizentrum nahe der Donau
Nach Angaben des serbischen Erdbebendienstes lag das Epizentrum unmittelbar an der Donau, knapp auf serbischer Seite – unweit der Grenzen zu Kroatien und Ungarn. Auch im Norden von Bosnien und Herzegowina wurde das Beben leicht wahrgenommen. Trotz der weiten Ausbreitung der Erschütterungen gehen Experten derzeit nicht von größeren Schäden aus.
Moderate Stärke, aber deutlich spürbar
Mit einer Magnitude von 4,1 zählt das Beben im globalen Maßstab zu den moderaten Ereignissen. Dennoch können solche Erdstöße – insbesondere in dichter besiedelten Regionen – deutlich wahrgenommen werden. Lokale Faktoren wie Bodenbeschaffenheit und Bauweise von Gebäuden beeinflussen dabei maßgeblich die Intensität der Erschütterungen.
Region mit regelmäßiger seismischer Aktivität
Die betroffene Region gehört zu den seismisch aktiveren Gebieten Südosteuropas. Mithilfe der Gutenberg-Richter-Beziehung lässt sich abschätzen, wie häufig Erdbeben bestimmter Stärke auftreten. Demnach ereignet sich ein Beben der Magnitude 4 in der Umgebung von Sombor statistisch etwa einmal pro Jahr. Die Wahrscheinlichkeit für ein vergleichbares Ereignis innerhalb eines Jahres liegt bei rund 47 Prozent – über einen Zeitraum von zehn Jahren steigt sie nahezu auf Gewissheit.
Statistik zeigt Risiko – aber keine Vorhersage
Auch wenn solche Modelle wichtige Hinweise auf die regionale Aktivität liefern, erlauben sie keine konkreten Vorhersagen. Zeitpunkt und genaue Stärke künftiger Erdbeben bleiben weiterhin unberechenbar. Dennoch verdeutlichen die Zahlen, dass Erdbeben dieser Größenordnung in der Region keine Seltenheit sind – auch wenn sie meist ohne größere Schäden verlaufen.
Keine Hinweise auf größere Schäden
Aktuell liegen keine Berichte über schwere Schäden oder Verletzte vor. Behörden beobachten die Lage weiterhin, sehen jedoch keinen Anlass zur Sorge. Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine akute Gefährdung.


