Mehrere Stromausfälle in der Republik

Ein plötzlicher Stromausfall hat am Donnerstagvormittag weite Teile rund um Schrobenhausen lahmgelegt. Etwa 11.000 Haushalte waren zeitweise ohne Energieversorgung, nachdem es zu einer Störung im Hochspannungsnetz gekommen war. Besonders brisant: Die Ursache ist bislang ungeklärt.

Technischer Defekt im Hochspannungsnetz als Auslöser

Nach Angaben des Netzbetreibers Bayernwerk kam es gegen 10:06 Uhr zu Problemen auf einer Hochspannungsleitung zwischen Ingolstadt-Kothau und Schrobenhausen. In der Folge fiel das Umspannwerk aus – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die regionale Mittelspannungsebene.

Neben Schrobenhausen waren auch zahlreiche umliegende Gemeinden betroffen, darunter Aresing, Hohenwart, Ehekirchen, Berg im Gau, Gerolsbach, Waidhofen, Königsmoos, Brunnen und Pöttmes.

Versorgung schnell wiederhergestellt – Ursache weiter unklar

Der Stromausfall erreichte seinen Höhepunkt nach wenigen Minuten. Ein Großteil der betroffenen Haushalte konnte bereits nach sechs bis acht Minuten wieder ans Netz angeschlossen werden. Spätestens nach 21 Minuten war die Versorgung vollständig stabilisiert. Dennoch bleibt offen, was genau die Störung ausgelöst hat.

Auch Rosenheim betroffen: Ampeln fallen aus

Parallel kam es im Süden von Rosenheim zu einem weiteren größeren Stromausfall. Besonders betroffen waren Stadtteile wie Aising, Fürstätt und Oberwöhr. Neben Haushalten fiel auch kritische Infrastruktur aus – mehrere Ampelanlagen waren außer Betrieb, was zu erhöhten Risiken im Straßenverkehr führte.

Lage in Rosenheim entspannt sich schrittweise

Am Nachmittag gab es erste Entwarnung: Die meisten Haushalte sind inzwischen wieder versorgt. Die Störungsmeldungen gingen deutlich zurück, auch die Einsatzhinweise der Stadtwerke wurden aufgehoben. Dennoch berichten einzelne Anwohner weiterhin von vereinzelten Ausfällen.

Verkehr bleibt Risikofaktor

Trotz der weitgehenden Entspannung bleibt Vorsicht geboten. Vor allem im Straßenverkehr können noch immer gestörte Ampeln zu gefährlichen Situationen führen. Autofahrer sind angehalten, Kreuzungen besonders aufmerksam zu passieren.

Kabelschaden legt Häuser in Fulda lahm

Bereits am Vorabend hatte es auch in Fulda einen Stromausfall gegeben. Im Stadtteil Haimbach waren mehrere Straßenzüge zeitweise komplett ohne Versorgung. Betroffen waren unter anderem der Röstenweg und die Uranusstraße.

Baggerarbeiten als Ursache identifiziert

Wie der Energieversorger RhönEnergie Fulda später mitteilte, wurde ein Stromkabel bei Bauarbeiten beschädigt. Ein Bagger hatte im Zuge der Verlegung von Glasfaserkabeln die Leitung getroffen. Durch schnelle Umschaltungen konnte ein Großteil der Haushalte rasch wieder versorgt werden.

Die vollständige Wiederherstellung gelang schließlich am Abend gegen 21:47 Uhr – nachdem Techniker beschädigte Leitungen ersetzt hatten.

Serie von Ausfällen wirft Fragen auf

Die zeitgleichen Stromstörungen in mehreren Regionen Deutschlands zeigen, wie anfällig die Energieinfrastruktur trotz moderner Technik bleibt. Während in Fulda die Ursache schnell gefunden wurde, gibt der Vorfall bei Schrobenhausen weiterhin Rätsel auf.

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