Ein Erdbeben hat am Dienstagmittag die Region rund um Saumlaki im Osten von Indonesia erschüttert. Nach Angaben der nationalen Erdbebenwarte lag die Stärke bei etwa 4,6 – alternative Messungen weichen leicht davon ab. Die indonesische Behörde BMKG registrierte das Beben am 17. März gegen 13:26 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum befand sich demnach in einer Tiefe von rund 133 Kilometern unter der Erdoberfläche. Diese vergleichsweise große Tiefe spricht dafür, dass die Erschütterungen an der Oberfläche nur begrenzt spürbar waren.
Ein unabhängiges Messnetzwerk, RaspberryShake, ermittelte eine leicht geringere Magnitude von 4,5. Solche Differenzen sind in der Frühphase nach einem Erdbeben nicht ungewöhnlich, da automatische Messsysteme zunächst nur vorläufige Daten liefern, die später präzisiert werden.
Leichte Erschütterungen – keine Schäden bekannt
Die nächstgelegene größere Ortschaft ist Saumlaki, rund 113 Kilometer vom Epizentrum entfernt. Dort dürfte das Beben nach ersten Einschätzungen lediglich als schwaches Zittern wahrgenommen worden sein. Berichte über Schäden oder Verletzte liegen bislang nicht vor.
Dennoch beobachten Experten die Lage weiterhin genau. In seismisch aktiven Regionen wie Indonesien können auch moderate Beben Vorboten weiterer Aktivitäten sein, wenngleich aktuell keine konkreten Hinweise auf stärkere Nachbeben vorliegen.
Region bleibt unter Beobachtung
Seismologen weisen darauf hin, dass sowohl die exakte Stärke als auch die genaue Lage des Bebens im Laufe der Auswertung noch angepasst werden könnten. Die Analyse erfolgt schrittweise, um möglichst präzise Daten zu liefern. Indonesien liegt im sogenannten Pazifischen Feuerring – einer der aktivsten Erdbebenzonen weltweit. Erdstöße wie dieser gehören dort zum Alltag, erinnern jedoch immer wieder an das permanente Risiko größerer Naturereignisse.


