Erdbeben erschüttert Nordwesten Griechenlands

Athen. Ein kräftiges Erdbeben hat am frühen Sonntagmorgen große Teile Nordwestgriechenlands erschüttert und zahlreiche Menschen aus dem Schlaf gerissen. Nach Angaben des National Observatory of Athens Geodynamic Institute erreichte das Beben eine Magnitude von 5,3 und trat in einer Tiefe von rund acht Kilometern auf. Besonders deutlich war die Erschütterung auf der beliebten Ferieninsel Corfu zu spüren.

Das Epizentrum lag nach ersten Analysen nahe der nordgriechischen Stadt Ioannina. Kurz nach dem Hauptbeben registrierten Seismologen zwei Nachbeben mit den Magnituden 4,7 und 3,5, wie der staatliche Sender ERTNews berichtete.

Erschütterungen in mehreren Regionen spürbar

Die Erdstöße wurden über eine große Entfernung hinweg wahrgenommen. Berichte über spürbare Erschütterungen kamen aus weiten Teilen Westgriechenlands sowie aus der Stadt Larissa. Auch im Süden des Nachbarlandes Albania meldeten Bewohner deutlich wahrnehmbare Vibrationen. Viele Menschen verließen in Panik ihre Häuser und warteten im Freien ab, während in einigen Regionen kurzzeitig Stromausfälle gemeldet wurden. Lokale Medien berichteten zudem über kleinere Erdrutsche in bergigen Gebieten.

Geringe Tiefe verstärkt Wahrnehmung

Der bekannte griechische Seismologe Efthymios Lekkas erklärte, dass mehrere Faktoren dazu geführt hätten, dass das Beben über ein so großes Gebiet wahrgenommen wurde. Neben der relativ hohen Magnitude spielte vor allem die geringe Tiefe des Epizentrums eine entscheidende Rolle. Hinzu kam der Zeitpunkt des Bebens in den frühen Morgenstunden. In dieser Ruhephase nehmen Menschen Erschütterungen häufig stärker wahr als tagsüber, wenn Umgebungsgeräusche und Aktivitäten die Wahrnehmung überlagern.

Keine schweren Schäden gemeldet

Trotz der spürbaren Erschütterungen gibt es nach bisherigen Erkenntnissen keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden an Gebäuden. Experten beobachten jedoch die weitere seismische Aktivität, da sich Nachbeben in den kommenden Stunden oder Tagen nicht ausschließen lassen.

Griechenland gehört zu den aktivsten Erdbebengebieten Europas

Greece liegt an der Schnittstelle mehrerer tektonischer Platten und zählt zu den seismisch aktivsten Regionen Europas. Starke und zerstörerische Erdbeben sind zwar selten, können jedoch erhebliche Folgen haben. Ein besonders verheerendes Ereignis ereignete sich 1999 nahe Athens, als ein Beben der Stärke 5,9 mehr als hundert Menschen das Leben kostete. Erst Anfang 2025 erschütterte zudem eine Serie von Erdstößen die beliebte Ferieninsel Santorini.

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