Erneuter Stromausfall in Wolfsburg

Wolfsburg. Im Osten der Stadt Wolfsburg und im nördlichen Landkreis Helmstedt ist es am Samstagabend erneut zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Betroffen waren mehrere Wolfsburger Ortsteile sowie angrenzende Gemeinden – bereits zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Monaten. Während die Stadtverwaltung vergleichsweise schnell Entwarnung geben konnte, sorgt die Häufung der Störungen für wachsende Fragen zur Stabilität der regionalen Stromversorgung.

Nach Angaben der Stadt Wolfsburg fiel am Abend in mehreren Stadtteilen der Strom aus. Über den Instagram-Kanal der Stadt wurde mitgeteilt, dass der Energieversorger LSW intensiv an der Behebung der Störung arbeite. Kurz vor 23 Uhr folgte dann die Entwarnung: Um 22.49 Uhr teilte die Stadt auf ihrer Homepage mit, dass alle betroffenen Ortsteile wieder mit Strom versorgt seien.

Zuvor hatten zahlreiche Bürger von komplett dunklen Straßen und Häusern berichtet. Auf dem Portal störungsauskunft.de gingen insgesamt mehr als 90 Meldungen ein. Besonders stark betroffen war der Wolfsburger Stadtteil Nordsteimke, aus dem rund 30 Störungsmeldungen registriert wurden. „Seit 21.30 Uhr kein Strom, Straßen und Nachbarhäuser sind auch dunkel“, hieß es in einer Meldung. Auch aus Hehlingen kamen rund 25 Hinweise auf Stromausfälle. Weitere Störungen wurden aus Barnstorf und dem Bereich Waldhof gemeldet.

Der Stromausfall beschränkte sich nicht auf das Stadtgebiet von Wolfsburg. Im nördlichen Landkreis Helmstedt meldeten Anwohner aus der Gemeinde Groß Twülpstedt und ihren Ortsteilen Groß Twülpstedt, Klein Twülpstedt und Rümmer einen vollständigen Blackout. „Ganzes Dorf ohne Strom“, berichteten Betroffene aus dem Ortsteil Windmühlenberg.

Auffällig ist, dass nahezu dieselben Gebiete betroffen waren wie bereits am 17. November. Damals hatte eine rund 90-minütige Störung mehrere hundert Haushalte in Wolfsburg und im Landkreis Helmstedt lahmgelegt. Auch Orte wie Grafhorst, Wahrstedt und Papenrode sowie Teile von Sachsen-Anhalt waren damals ohne Strom. Die LSW hatte die Ursache anschließend mit einem doppelten Erdschluss erklärt – einem Kabelfehler in Twülpstedt und einem Defekt an einer Freileitung in Danndorf. Das Unternehmen sprach von einem zufälligen Zusammentreffen zweier Störungen.

Zur Ursache des aktuellen Stromausfalls am 3. Januar liegen bislang keine offiziellen Angaben vor. Auf Social-Media-Kanälen äußerten mehrere Nutzer Zweifel, ob es sich erneut um einen Zufall handeln könne, da wieder dieselben Ortsteile betroffen waren. Antworten von Stadt oder Energieversorger stehen bislang aus.

Der wiederholte Blackout wirft damit erneut Fragen zur Belastbarkeit des Stromnetzes in der Region auf – und verstärkt die Sorge vieler Anwohner, dass ähnliche Ausfälle künftig häufiger auftreten könnten.

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