Herford. Ein erneutes schweres Gewaltverbrechen hat die ostwestfälische Stadt Herford erschüttert. Am Mittwochnachmittag ist ein Mann nach einer mutmaßlichen Gewalttat ums Leben gekommen, nachdem er schwer verletzt aus einem Wohnhaus auf die Straße geflüchtet war. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus und hat eine Mordkommission eingesetzt.
Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Vorfall gegen 16.10 Uhr im Bereich der Rennstraße/Lessingstraße. Anwohner berichteten von einer lautstarken Auseinandersetzung aus einem Wohnhaus. Kurz darauf soll ein Mann das Gebäude verlassen haben – blutüberströmt und offenbar schwer verletzt. Zeugen zufolge schleppte er sich noch bis auf den Gehweg, wo er schließlich zusammenbrach.
Rettungskräfte und Polizei waren innerhalb kurzer Zeit vor Ort und versorgten den Mann notfallmedizinisch. Trotz aller Bemühungen erlag er wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die genaue Art der Verletzungen sowie die Todesursache sind bislang nicht offiziell bestätigt.
Die Polizei Bielefeld übernahm die Ermittlungen und richtete noch am selben Tag eine Mordkommission ein. Der Einsatzort wurde weiträumig abgesperrt und mehrere Stunden lang kriminaltechnisch untersucht. Auch eine Spezialeinheit der Polizei war im Einsatz, was auf eine potenziell gefährliche Lage oder die Suche nach weiteren Beteiligten hindeutet. Zu möglichen Tatverdächtigen, dem Tatablauf oder einem Motiv äußern sich die Ermittler derzeit nicht.
Besondere Brisanz erhält der Fall dadurch, dass es sich bereits um das zweite schwere Gewaltverbrechen innerhalb von nur sechs Tagen in Herford handelt. Die Serie schwerer Vorfälle sorgt in der Stadt für Verunsicherung und viele offene Fragen. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, die am Mittwochnachmittag Beobachtungen im Bereich Rennstraße/Lessingstraße gemacht haben, sich zu melden.


