Trump: Republikaner boykottieren Parteitag

Eigentlich soll der erste nationale Parteitag der Republikaner vor den US-Zwischenwahlen ein Signal der Stärke werden. Doch wenige Tage vor dem Treffen in Dallas wächst der Widerstand innerhalb der Partei. Zahlreiche republikanische Abgeordnete und Kandidaten wollen der Veranstaltung fernbleiben. Der Präsident versucht gegenzusteuern und wird nun an beiden Tagen des Parteitags am 9. und 10. September auftreten. Ursprünglich war lediglich eine zentrale Rede vorgesehen. Mit der zusätzlichen Ansprache soll offenbar die Mobilisierung der eigenen Basis verstärkt werden.

Hohe Kosten und politische Risiken

Der Parteitag ist ungewöhnlich teuer: Die reguläre Teilnahme soll bis zu 25.000 Dollar kosten. Mehrere Republikaner nennen deshalb Wahlkampftermine oder andere Verpflichtungen als Grund für ihre Absage. Bei einigen Kandidaten steckt allerdings auch die Sorge dahinter, im umkämpften Wahlkampf zu eng mit Trump verbunden zu werden.

Midterms werden zum Härtetest

Bei den Zwischenwahlen im November geht es für die Republikaner um die Kontrolle über den Kongress. Die Partei verfügt nur über knappe Mehrheiten. Ein Verlust könnte Trumps politische Agenda erheblich ausbremsen und den Demokraten neue Möglichkeiten für Untersuchungen der Regierung geben.

Riss durch die Republikaner

Die Absagen zeigen einen wachsenden Spagat innerhalb der GOP: Während Trump weiterhin auf seine treue MAGA-Basis setzt, müssen zahlreiche Abgeordnete in ihren Wahlkreisen auch unabhängige und moderate Wähler erreichen. Der Parteitag sollte eigentlich Geschlossenheit demonstrieren. Stattdessen droht er zu einem sichtbaren Test für Trumps Einfluss auf die Republikaner zu werden.

Je mehr Parteikollegen fernbleiben, desto schwieriger wird es für Trump, den Parteitag als geschlossenes Machtbekenntnis zu verkaufen.

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