Düsseldorf. Ein größerer Stromausfall hat am Mittwochabend Teile von Düsseldorf lahmgelegt und in mehreren Stadtteilen für erhebliche Beeinträchtigungen gesorgt. In Unterbilk, Bilk und Oberbilk gingen in hunderten Haushalten plötzlich die Lichter aus. Der Blackout traf die Anwohner jedoch nicht flächendeckend, sondern punktuell: Teilweise lagen einzelne Häuser oder Straßenzüge im Dunkeln, während benachbarte Gebäude weiterhin mit Strom versorgt waren.
Besonders brisant war der Ausfall für die medizinische Infrastruktur. Auch das Evangelische Krankenhaus war betroffen, doch dort griffen umgehend die Notstromaggregate. Nach Angaben der Feuerwehr blieb die Versorgung von Notfall- und Intensivpatienten jederzeit sichergestellt. Anders stellte sich die Lage im gegenüberliegenden Hospiz dar: Das Gebäude war zeitweise vollständig ohne Strom. Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten an und sorgten zumindest in einzelnen Zimmern für eine provisorische Beleuchtung, um die Situation für Patienten und Personal zu stabilisieren.
Der Stromausfall sorgte über Stunden für Verunsicherung bei Anwohnern und Einrichtungen. Erst gegen 23.30 Uhr konnte die Düsseldorfer Netzgesellschaft Entwarnung geben: Nach rund zwei Stunden war die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt. Als mögliche Ursache gilt nach ersten Einschätzungen ein defektes Kabel im Netz.
Die Netzgesellschaft kündigte an, den Vorfall nun genauer zu untersuchen. Der Vorfall macht erneut deutlich, wie anfällig Teile der städtischen Infrastruktur für technische Störungen sind – und wie entscheidend funktionierende Notstromsysteme insbesondere für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bleiben.


