Eine schwere Sturzflut hat im Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona für dramatische Zustände gesorgt. Nach heftigen Regenfällen verwandelten sich kleinere Bäche in reißende Ströme. Ein Mensch kam ums Leben, rund 15 weitere Personen werden vermisst. Besonders betroffen war der Bereich um die Phantom Ranch und den Bright Angel Creek. Die Wassermassen rissen Geröll und Trümmer mit und zerstörten mehrere Brücken. Auch Wanderwege wurden schwer beschädigt. Die Rettungskräfte brachten mehr als 60 Menschen per Hubschrauber aus dem betroffenen Gebiet in Sicherheit. Die Suche nach den Vermissten läuft weiter.
Trinkwasserversorgung beschädigt
Die Flut beschädigte zudem eine wichtige Wasserleitung, die den betroffenen Bereich des Nationalparks versorgt. Teile der touristischen Infrastruktur wurden deshalb geschlossen. Wanderwege und Campingplätze bleiben vorerst gesperrt. Die Gefahr ist noch nicht vorbei. Meteorologen rechnen mit weiteren Gewittern und Starkregen. Dadurch können jederzeit neue Sturzfluten ausgelöst werden. Für die Einsatzkräfte erschweren die zerstörten Wege und Brücken die Suche erheblich. Der National Park Service warnt Besucher eindringlich vor Aufenthalten in den betroffenen Gebieten.
Die Katastrophe zeigt erneut, wie schnell sich die Wetterbedingungen im Grand Canyon verändern können. Besonders in den engen Schluchten können Sturzfluten für Wanderer innerhalb weniger Minuten lebensgefährlich werden.


