Frankfurt (Main). Großer Drogenfund am Flughafen Frankfurt am Main: Zöllner haben dort 83 Kilogramm Kokain in Reisekoffern sichergestellt – ein Aufgriff mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von mehr als 5,7 Millionen Euro. Ein 61-jähriger Franzose wurde noch vor Ort festgenommen.
Die Kontrolle erfolgte bereits am 17. Februar 2026 bei der Gepäcküberprüfung eines Fluges aus Punta Cana in der Dominikanische Republik. Spürhund „Zlat“ schlug bei drei Koffern an. Bei der anschließenden manuellen Durchsuchung bestätigte sich der Verdacht: In den Gepäckstücken befanden sich insgesamt 76 einzeln mit Klebeband umwickelte Kokainblöcke.
Nach Angaben des Hauptzollamt Frankfurt am Main handelt es sich um eine außergewöhnliche Menge für den Schmuggelweg über reguläre Reisekoffer. Üblicherweise stoßen die Beamten auf kleinere Mengen, die in doppelten Böden oder speziell präparierten Verstecken verborgen sind. In diesem Fall jedoch sei die sichergestellte Menge „nicht alltäglich“ und „sehr beachtlich“, erklärte Pressesprecherin Christine Straß.
Der mutmaßliche Schmuggler wurde noch am Flughafen vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ermittelt. Er soll einem Haftrichter vorgeführt werden.
Der Fund unterstreicht die Bedeutung gezielter Kontrollen an internationalen Drehkreuzen. Der Frankfurter Flughafen gilt als eines der wichtigsten Luftfracht- und Passagierzentren Europas – und bleibt damit auch im Fokus internationaler Drogenkriminalität.


