Erneuter Stromausfall in Berlin

Gleich zweimal ist es am Samstag in Berlin zu Stromausfällen gekommen – und das ausgerechnet in Bezirken, die bereits zu Jahresbeginn massiv betroffen waren. Am Nachmittag fiel zunächst im Ortsteil Marienfelde (Bezirk Tempelhof-Schöneberg) der Strom aus. Am späten Abend folgte ein weiterer Ausfall in Nikolassee im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Die erneuten Störungen treffen viele Anwohnerinnen und Anwohner sensibel – zu präsent sind die Erinnerungen an den mehrtägigen Blackout im Januar.

Über 1.300 Haushalte am Abend betroffen

Nach Angaben des Netzbetreibers Stromnetz Berlin kam es gegen 22 Uhr zu einer Störung im Ortsteil Nikolassee. Betroffen waren unter anderem der Kirchweg, die Schopenhauerstraße, die Von-Luck-Straße, der Waldrebensteig sowie die Wasgenstraße und angrenzende Bereiche. Insgesamt waren rund 1314 Haushalte plötzlich ohne Strom – für viele bedeutete das einen abrupten Ausfall von Licht, Heizung und elektrischen Geräten.

Schnelle Entstörung in der Nacht

Die Reparaturarbeiten liefen zügig an. Erste Haushalte konnten bereits gegen 22:40 Uhr wieder versorgt werden. Rund eine Stunde später, gegen 23:35 Uhr, war die Störung vollständig behoben. Der Netzbetreiber bestätigte anschließend, dass die Stromversorgung wieder stabil läuft. Zur Ursache des Ausfalls konnte zunächst keine konkrete Angabe gemacht werden.

Polizei zeigt verstärkte Präsenz

Während des Stromausfalls reagierte auch die Polizei mit erhöhter Aufmerksamkeit. Streifen wurden gezielt in das betroffene Gebiet entsandt, um Präsenz zu zeigen und für Sicherheit zu sorgen. Ziel sei es gewesen, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und bei Bedarf schnell ansprechbar zu sein.

Schon am Nachmittag längerer Ausfall

Bereits Stunden zuvor hatte es im Ortsteil Marienfelde einen Stromausfall gegeben. Dieser begann kurz nach 16 Uhr und dauerte knapp zwei Stunden. Auch hier waren zahlreiche Haushalte betroffen, bevor die Versorgung wiederhergestellt werden konnte.

Erinnerung an schweren Blackout im Januar

Die aktuellen Vorfälle wecken Erinnerungen an den großflächigen Stromausfall Anfang Januar 2026. Damals waren rund 45.000 Haushalte und etwa 2.000 Betriebe – insbesondere in Nikolassee und Wannsee – über mehrere Tage hinweg ohne Strom und Heizung. Die Störung dauerte vom 3. bis zum 7. Januar und verursachte teils erhebliche Schäden. Vor diesem Hintergrund sorgen auch kurzzeitige Ausfälle derzeit für erhöhte Aufmerksamkeit und Verunsicherung.

Lage wieder stabil – Ursachen bleiben offen

Inzwischen ist die Stromversorgung in allen betroffenen Gebieten wieder vollständig hergestellt. Dennoch bleibt die Frage nach den Ursachen der wiederholten Störungen im Berliner Südwesten offen. Ob ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Ausfällen besteht, ist bislang nicht geklärt.

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