Vor der griechischen Ferieninsel Karpathos hat sich erneut ein spürbares Erdbeben ereignet. Nach Angaben des Erdbebendienstes in Athen erreichte der Erdstoß eine Magnitude von 5,2. Das Epizentrum lag vor der Küste der Insel in einer Tiefe von rund zehn bis 13 Kilometern. Die Erschütterungen waren auf Karpathos deutlich zu spüren und wurden auch auf Teilen von Rhodos sowie im Osten Kretas wahrgenommen. Nach ersten Einschätzungen sind auf Karpathos vereinzelt leichte Gebäudeschäden nicht auszuschließen. Behörden und Einsatzkräfte kontrollierten unmittelbar nach dem Beben die betroffenen Gebiete. Bislang liegen jedoch keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden an der Infrastruktur vor. Modellrechnungen gehen lediglich von einem sehr geringen Schadenspotenzial aus.
Zweites starkes Erdbeben innerhalb weniger Tage
Das aktuelle Beben ist nicht das erste in der Region. Bereits Ende Juni wurde nahezu an derselben Stelle ein Erdbeben der Magnitude 5,1 registriert. Die wiederholten Erschütterungen verdeutlichen die anhaltend hohe seismische Aktivität rund um Karpathos. Karpathos befindet sich am sogenannten Hellenischen Bogen – einer der aktivsten Erdbebenzonen Europas. Dort schiebt sich die Afrikanische Platte unter die Eurasische Platte. Durch diese tektonischen Bewegungen kommt es regelmäßig zu teils kräftigen Erdbeben. Experten gehen davon aus, dass Erdstöße der Magnitude 5 in dieser Region statistisch sogar mehrmals pro Jahr auftreten können.
Keine Entwarnung für die Region
Auch wenn das aktuelle Erdbeben glimpflich verlief, beobachten Seismologen die Entwicklung aufmerksam. Nach starken Erschütterungen können Nachbeben auftreten. Für Einwohner und Urlauber besteht derzeit zwar kein akuter Anlass zur Sorge, dennoch bleibt die Region aufgrund ihrer geologischen Lage eine der aktivsten Erdbebenzonen im östlichen Mittelmeer.


