Bund und Länder treiben den Ausbau des Bevölkerungsschutzes massiv voran. Mit einem neuen 10,2-Milliarden-Euro-Pakt sollen bis 2029 Warnsysteme, Notfallinfrastruktur und Ausbildungsangebote gestärkt werden. Die Innenministerkonferenz beschloss zudem einen Fahrplan zur Verbesserung der zivilen Verteidigungsfähigkeit. Auch die Bundeswehr wird künftig enger in die Krisenvorsorge eingebunden.
Krisenvorsorge wird Schulfach
Die Politik setzt verstärkt auf Eigenverantwortung der Bürger. Künftig soll Krisenvorsorge fest im Schulunterricht verankert werden. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig auf Notlagen wie Stromausfälle, Cyberangriffe oder Naturkatastrophen vorzubereiten. Gleichzeitig erhalten Kommunen neue Leitfäden zur besseren Krisenplanung.
Zehn-Tage-Vorrat als neue Empfehlung
Experten raten Haushalten, Lebensmittel und Getränke für mindestens zehn Tage vorzuhalten. Pro Person werden rund 20 Liter Trinkwasser empfohlen. Darüber hinaus gehören Hausapotheke, Notgepäck und wichtige Dokumente zur Grundausstattung für den Ernstfall. Viele Städte bauen zudem sogenannte Katastrophen-Leuchttürme als Anlaufstellen bei Stromausfällen auf.
Unwetter, Cyberangriffe und Einbrüche im Fokus
Neben Naturgefahren wächst die Bedrohung durch Cyberkriminalität. Laut aktuellen Studien verursachen Online-Betrugsmaschen europaweit Schäden in Milliardenhöhe. Sicherheitsexperten empfehlen Passkeys, Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige Software-Updates. Auch Einbruchschutz bleibt ein wichtiges Thema – besonders in der Ferienzeit. Bereits einfache Maßnahmen wie Türverstärkungen, Zeitschaltuhren oder Nachbarschaftshilfe können Täter abschrecken.


