Ausgedehnter Flächenbrand in Island

Reykjavík. Ein ausgedehnter Flächenbrand hat am Montagnachmittag die Einsatzkräfte im Großraum Reykjavík in Atem gehalten. Nahe dem See Elliðavatn brach das Feuer kurz vor 16 Uhr aus und breitete sich aufgrund trockener Vegetation rasch aus. Zeitweise bestand die akute Gefahr, dass die Flammen auf das Waldgebiet Guðmundarlundur in Kópavogur übergreifen könnten.

Zunächst rückte die Feuerwehr der Hauptstadtregion mit Kräften einer nahegelegenen Wache an. Schnell wurde jedoch klar, dass das Ausmaß des Brandes größer war als angenommen. Wegen anhaltender Trockenheit und fehlender Niederschläge hatte sich die Vegetation stark entzündet – das Feuer fraß sich zügig durch das Gelände.

In der Folge wurden umfangreiche Verstärkungen angefordert. Zwischen 30 und 50 Feuerwehrleute waren zeitweise im Einsatz, unterstützt von rund zehn Helfern des Forstvereins Kópavogur sowie Mitarbeitern des kommunalen Betriebsdienstes. Gemeinsam sicherten sie Brandschneisen und verhinderten ein Übergreifen auf angrenzende Waldflächen.

Wie das isländische Nachrichtenportal mbl.is berichtet, gelang es den Einsatzkräften im Laufe des Tages, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Gegen Abend war das Feuer schließlich gelöscht. Das Areal wurde dennoch weiter überwacht, um mögliche Glutnester frühzeitig zu erkennen. Die Brandursache ist bislang unklar.

Erschwert wurden die Löscharbeiten durch zahlreiche Schaulustige, die sich in unmittelbarer Nähe des Brandgebiets versammelten. Nach Angaben der Polizei stellte die Absicherung der Einsatzstelle eine zusätzliche Herausforderung dar. Beamte mussten mehrfach eingreifen, um Unbefugte aus dem Gefahrenbereich zu drängen.

Der Vorfall verdeutlicht die wachsende Brandgefahr auch in nördlichen Regionen Europas – insbesondere in Phasen ungewöhnlicher Trockenheit.

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