G20-ähnliche Krawalle in Erfurt erwartet

Vor dem Bundesparteitag der AfD am Wochenende in Erfurt rechnen die Sicherheitsbehörden mit einem der größten Polizeieinsätze der vergangenen Jahre in Thüringen. Nach Einschätzung von Polizei und Staatsschutz werden mehr als 50.000 Gegendemonstranten erwartet. Darunter sollen sich nach behördlichen Prognosen mindestens 2.500 gewaltbereite Linksextremisten sowie bis zu 10.000 Personen befinden, die Blockadeaktionen planen.

Ermittler warnen vor Angriffen von Hausdächern

Besondere Sorge bereiten den Behörden Aufrufe aus der linksextremen Szene, in denen Angriffe von Hausdächern entlang der Anfahrtswege zum Parteitag angekündigt werden. Laut Sicherheitskreisen orientieren sich die beschriebenen Taktiken an den Ausschreitungen während des G20-Gipfels 2017 in Hamburg. Die Polizei nimmt die Drohungen ernst und spricht von einer möglichen Eskalation mit „enthemmter Gewalt“.

Konspirative Kommunikation erschwert Einsatzplanung

Nach Angaben der Sicherheitsbehörden verlagern extremistische Gruppen ihre Kommunikation zunehmend in abgeschottete Kanäle. Konkrete Aktionen sollen demnach teilweise erst unmittelbar vor Ort bekannt gegeben werden. Dadurch soll verhindert werden, dass sich die Polizei frühzeitig auf geplante Störaktionen einstellen kann. Die Einsatzkräfte bereiten sich deshalb auf ein dynamisches und schwer kalkulierbares Lagebild vor.

Erfurt vor außergewöhnlicher Sicherheitslage

Für den AfD-Parteitag werden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen vorbereitet. Ziel der Polizei ist es, sowohl die Durchführung der politischen Veranstaltung als auch angemeldete Demonstrationen zu schützen und gewalttätige Ausschreitungen zu verhindern. Die Behörden beobachten die Entwicklung der Lage fortlaufend und rechnen mit einem angespannten Wochenende in der Thüringer Landeshauptstadt.

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