Die Bundesregierung hat ihre Reisehinweise für Russland deutlich verschärft. Das Auswärtige Amt spricht nun eine Reisewarnung für das gesamte Staatsgebiet der Russischen Föderation aus. Bislang galt eine ausdrückliche Warnung lediglich für die an die Ukraine angrenzenden Regionen. Hintergrund ist die zunehmend angespannte Sicherheitslage infolge intensiver Drohnenangriffe sowie deren Auswirkungen auf die zivile Infrastruktur.
Drohnenangriffe erreichen immer mehr Regionen
Nach Angaben des Auswärtigen Amts müssen Reisende inzwischen landesweit mit Gefahren durch Drohnen oder herabfallende Trümmerteile rechnen. Zwar wurde insbesondere der Schutz rund um Moskau ausgebaut, dennoch kam es in den vergangenen Wochen mehrfach zu Schäden durch Angriffe und abgestürzte Wrackteile. Besonders betroffen bleiben die westlichen Grenzregionen Russlands, doch auch weit entfernte Landesteile geraten zunehmend ins Visier.
Spritmangel und Verkehrsprobleme verschärfen die Lage
Neben der Sicherheitslage warnt das Außenministerium auch vor Einschränkungen im Alltag. Beschädigte Raffinerien führen regional zu Engpässen bei der Kraftstoffversorgung. Teilweise gelten bereits Abgabebeschränkungen – selbst in Moskau. Hinzu kommen kurzfristige Flughafensperrungen, Flugausfälle und mögliche Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs infolge der Angriffe. Reisende müssen daher mit erheblichen Verzögerungen und Versorgungsproblemen rechnen.
Regierung empfiehlt Ausreise und Verzicht auf Reisen
Mit der bundesweiten Reisewarnung verbindet das Auswärtige Amt den dringenden Appell, auf nicht zwingend notwendige Reisen nach Russland zu verzichten. Deutschen Staatsangehörigen, die sich bereits im Land aufhalten, wird empfohlen, ihre Ausreise zu prüfen. Darüber hinaus verweist die Behörde weiterhin auf das Risiko willkürlicher Festnahmen sowie auf die dynamische Sicherheitslage, die sich jederzeit weiter verschärfen kann.


