Ein schweres Flugunglück hat am Samstag die Gemeinde Limburgerhof in Rheinland-Pfalz erschüttert. Ein Kleinflugzeug stürzte mitten in einem Wohngebiet ab und explodierte offenbar bereits in der Luft. Zwei Menschen kamen ums Leben. Nur durch großes Glück wurden keine Anwohner von den herabstürzenden Trümmerteilen getroffen. Die Absturzstelle gleicht einem Trümmerfeld. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks laufen auf Hochtouren.
Flugzeug zerbricht offenbar bereits in der Luft
Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich das Unglück gegen 11.30 Uhr über der Max-Planck-Straße am Ortsrand von Limburgerhof. Laut Behörden soll das Kleinflugzeug bereits vor dem Aufprall in der Luft explodiert sein. Der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur des Kreises, Axel Fischer, bestätigte, dass zahlreiche Trümmerteile über ein großes Gebiet verteilt wurden. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall kurz vor dem Absturz. Nach Angaben der Polizei soll das Flugzeug möglicherweise sogar ein Wohnhaus gestreift haben.
Der Hauptteil der Maschine landete schließlich im Garten eines Wohnhauses.
Trümmer regnen auf Häuser und Vorgärten
Die Wucht der Explosion sorgte dafür, dass Wrackteile auf Häuser, Garagen und Vorgärten niedergingen. Bewohner der Umgebung erlebten dramatische Szenen. Viele Menschen rannten aus ihren Häusern, nachdem plötzlich Trümmerteile vom Himmel fielen. Wie durch ein Wunder wurde offenbar niemand direkt von den Teilen getroffen. Eine Passantin verletzte sich jedoch leicht, als sie panisch vor den herabfallenden Trümmern flüchtete und dabei umknickte.
Zwei Insassen sterben bei Absturz
Für die beiden Menschen an Bord des Kleinflugzeugs kam jede Hilfe zu spät. Polizeisprecher Thorsten Mischler bestätigte, dass beide Insassen bei dem Absturz ums Leben kamen. Ihre Identität wurde zunächst nicht veröffentlicht. Unklar ist bislang auch, wohin das Flugzeug unterwegs war und von welchem Flugplatz es gestartet war.
Großaufgebot der Einsatzkräfte vor Ort
Die Polizei sperrte die Absturzstelle weiträumig ab. Neben Feuerwehr und Rettungsdiensten kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz, um Luftaufnahmen der Unglücksstelle anzufertigen. Die Kriminalpolizei untersucht nun gemeinsam mit Experten die Ursache des Absturzes. Dabei spielen insbesondere Berichte über eine mögliche Explosion in der Luft eine zentrale Rolle.
Die Ermittler suchen zudem Zeugen, die den Absturz beobachtet oder möglicherweise gefilmt haben.
Anlaufstelle für Anwohner eingerichtet
Für betroffene Bewohner wurde im Albert-Schweitzer-Haus eine Anlaufstelle eingerichtet. Viele Menschen in der Umgebung stehen nach dem Unglück unter Schock. Limburgerhof liegt im Rhein-Pfalz-Kreis in der Metropolregion Rhein-Neckar und hat rund 11.600 Einwohner. Bekannt ist die Gemeinde unter anderem durch ein Agrarzentrum des Chemiekonzerns BASF.
Ursache des Unglücks weiter unklar
Warum das Kleinflugzeug abstürzte und ob tatsächlich eine Explosion in der Luft zum Unglück führte, ist derzeit noch unklar. Experten werden nun Trümmerteile auswerten und mögliche technische Defekte untersuchen. Fest steht jedoch bereits jetzt: Das Unglück hätte in dem dicht besiedelten Wohngebiet deutlich schlimmere Folgen haben können.


