An der Stadtgrenze zwischen Bochum und Witten sind am 20. August drei amerikanische Weltkriegsbomben gefunden worden. Zwei Blindgänger lagen auf Bochumer, einer auf Wittener Stadtgebiet. Nach einer groß angelegten Evakuierung konnten alle drei Bomben am Abend erfolgreich entschärft werden. Bei Sondierungsarbeiten an der Dürener Straße wurden drei jeweils rund 250 Kilogramm schwere Bomben mit Aufschlagzünder entdeckt.
Wegen der unmittelbaren Gefahr mussten die Kampfmittel noch am selben Tag entschärft werden. Für die Maßnahme wurde ein Sicherheitsradius von 375 Metern eingerichtet. Rund 600 Menschen in Bochum und Witten mussten ihre Wohnungen verlassen. Auf Wittener Stadtgebiet waren nach örtlichen Angaben lediglich 13 Personen betroffen.

Großaufgebot für Evakuierung und Entschärfung
Ab dem Nachmittag wurden Straßen gesperrt und der Gefahrenbereich geräumt. Rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk, Rettungsorganisationen und weiteren beteiligten Stellen waren im Einsatz. Nach Abschluss der Evakuierung konnten die Kampfmittelräumer mit ihrer Arbeit beginnen. Die drei Blindgänger wurden schließlich erfolgreich entschärft.
Entwarnung am Abend
Gegen 19 Uhr kam die entscheidende Nachricht: Alle drei Bomben waren entschärft. Die Sperrungen wurden aufgehoben und die Bewohner konnten in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Der Fund macht zugleich deutlich, dass die Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs auch mehr als 80 Jahre später eine konkrete Gefahr darstellen. Bei Bau- und Sondierungsarbeiten im Ruhrgebiet werden immer wieder Blindgänger entdeckt, die aufwendig gesichert und entschärft werden müssen.


