Waldbrand Möhnesee: Lage nach drei Tagen stabil

Der Waldbrand am Möhnesee bleibt auch nach drei Tagen ein Großeinsatz für die Feuerwehren im Kreis Soest. Zwar hat sich die Lage nach Angaben der Einsatzleitung stabilisiert, Entwarnung gibt es jedoch noch nicht. In der Nacht zum Sonntag konzentrieren sich die Einsatzkräfte insbesondere auf verbliebene Glutnester. Gleichzeitig konnte ein wichtiger Abschnitt der Löschwasserversorgung zurückgebaut und die Sperrung der B229 aufgehoben werden. Der Waldbrand am Möhnesee geht in seine dritte Nacht. Nach Angaben der Feuerwehren im Kreis Soest blieb die Situation über den gesamten Samstag stabil. Das bedeutet vor allem: Das Feuer konnte unter Kontrolle gehalten werden und entwickelte sich nicht zu einer neuen größeren Brandfront.

Trotzdem dauert der Einsatz an. Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk, Rettungsdienst, Polizei und Ordnungsamt waren auch am Samstag weiterhin vor Ort. Die Einsatzkräfte arbeiten dabei nicht nur an der unmittelbaren Brandbekämpfung, sondern auch daran, eine erneute Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Rund 40 Einsatzkräfte bleiben über Nacht

Während zahlreiche überörtliche Kräfte inzwischen aus dem Einsatz herausgelöst werden können, bleibt die Feuerwehr Möhnesee weiterhin gefordert. Rund 40 Einsatzkräfte waren am Samstagabend noch im Einsatz. In der Nacht sollten insbesondere vorhandene Glutnester gezielt abgelöscht werden. Dafür kommt unter anderem das Löschunterstützungsfahrzeug des Kreises Soest zum Einsatz. Zusätzlich stellt die Feuerwehr eine Brandsicherheitswache. Damit soll sichergestellt werden, dass mögliche neue Brandentwicklungen frühzeitig erkannt und bekämpft werden können.

Hochleistungspumpensystem wird zurückgebaut

Eine wichtige Veränderung gibt es bei der Löschwasserversorgung. Das bislang eingesetzte Hytrans Fire System (HFS), ein mobiles Hochleistungspumpensystem, konnte im Verlauf des Samstags schrittweise zurückgebaut und am Abend vollständig aus dem Einsatz genommen werden. Die Versorgung mit Löschwasser wird nun über herkömmliche, genormte Feuerlöschkreiselpumpen gewährleistet. Dafür hatten die Einsatzkräfte im Tagesverlauf neue Schlauchleitungen über längere Distanzen verlegt.

Der Rückbau des HFS-Systems ist ein weiterer Hinweis darauf, dass sich die Einsatzlage gegenüber den besonders intensiven Phasen des Waldbrandes entspannt hat. Eine vollständige Beendigung des Einsatzes bedeutet dies allerdings nicht.

B229 wieder vollständig freigegeben

Auch für den Verkehr gibt es eine wichtige Entlastung: Die Sperrung der Bundesstraße 229 konnte am Samstagabend vollständig aufgehoben werden. Betroffen war der Abschnitt zwischen dem Abzweig zum Südufer und dem Möhnesee-Ortsteil Breitenbruch. Nach der Aufhebung der Sperrung steht die wichtige Verkehrsverbindung wieder regulär zur Verfügung.

Überörtliche Kräfte werden abgezogen

Nachdem die Brandlage stabilisiert werden konnte, beginnt nun schrittweise die Ablösung der Einsatzkräfte aus umliegenden Kommunen und Einheiten. Die Feuerwehr Möhnesee übernimmt zunehmend die Aufgaben vor Ort. Diese schrittweise Reduzierung der Kräfte ist möglich, weil die Lage derzeit unter Kontrolle gehalten werden kann. Gleichzeitig bleibt die örtliche Feuerwehr in erhöhter Einsatzbereitschaft, um auf mögliche Glutnester oder neue Brandentwicklungen sofort reagieren zu können.

Waldbrand noch nicht vollständig beendet

Trotz der positiven Entwicklung wäre es verfrüht, von einem vollständig gelöschten Waldbrand zu sprechen. Gerade bei größeren Vegetationsbränden können sich Glutnester über längere Zeit halten und bei geeigneten Bedingungen erneut aufflammen. Deshalb bleibt die nächtliche Brandwache von besonderer Bedeutung. Die Einsatzkräfte kontrollieren das betroffene Gebiet und löschen verbliebene Brandstellen gezielt ab.

Der Waldbrand am Möhnesee zeigt damit weiterhin ein zweigeteiltes Bild: Die akute Gefahrenlage ist stabilisiert und der Kräfteansatz kann reduziert werden, gleichzeitig laufen Nachlöscharbeiten und Brandüberwachung weiter. Erst wenn keine relevanten Glutnester mehr festgestellt werden und eine erneute Ausbreitung ausgeschlossen werden kann, dürfte der mehrtägige Großeinsatz vollständig beendet werden.

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