USA beginnen „großen Kampfeinsatz“ im Iran

Nur 48 Stunden nach einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und Iran über Teherans Atomprogramm ist der Konflikt militärisch eskaliert. Israel hat nach offiziellen Angaben einen groß angelegten Präventivschlag gegen Ziele im Iran begonnen – unterstützt von US-Streitkräften.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, man habe „Bedrohungen für den Staat Israel beseitigen“ wollen. US-Präsident Donald Trump bestätigte einen „großen Kampfeinsatz“ amerikanischer Kräfte. Aus israelischen Verteidigungskreisen heißt es, die Operation sei monatelang vorbereitet und eng mit Washington abgestimmt worden. Eine unabhängige Bestätigung sämtlicher Details steht bislang aus.

Iran meldet Angriffe auf US-Ziele und startet Gegenoffensive

Teheran reagierte umgehend. Nach Angaben der iranischen Streitkräfte wurde ein Logistikzentrum der US-Marine im Golfstaat Bahrain mit Raketen attackiert. Zudem feuerten die Revolutionsgarden nach eigener Darstellung eine erste Welle von Raketen und Drohnen auf Israel ab. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna sprach von einer „Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners“.

Im Norden Israels waren Explosionen zu hören. Das israelische Militär erklärte, iranische Geschosse würden durch das Raketenabwehrsystem abgefangen. Parallel dazu wurde in der iranischen Hauptstadt Teheran laut der Agentur Tasnim die Luftabwehr aktiviert. Abwehrsysteme bekämpften „feindliche Ziele“ im Stadtzentrum und in weiteren Teilen der Metropole.

Huthi-Miliz droht mit Angriffen im Roten Meer

Die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz im Jemen kündigte unterdessen neue Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr an. Zwei Funktionäre erklärten gegenüber der Nachrichtenagentur AP, man werde Schiffe im Roten Meer angreifen – ebenso wie Israel selbst –, um den Iran zu unterstützen. Ein erster Angriff könne noch am selben Abend erfolgen.

Luftverkehr massiv eingeschränkt

Die Eskalation hat unmittelbare Folgen für den internationalen Flugverkehr. Die Lufthansa setzte sämtliche Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Oman und Dubai aus. Die Verbindungen in die Region sollen mindestens mehrere Tage ruhen. Der Luftraum über Israel war bereits zuvor gesperrt worden.

Politische Rückendeckung und scharfe Kritik

In Deutschland verteidigte der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter den Militärschlag. Der Iran unterlaufe seit Jahren internationale Abkommen und strebe faktisch militärische Nuklearfähigkeit an. Der „sorgfältig geplante und begrenzte Militärschlag“ habe daher eine strategische Berechtigung und Aussicht auf Erfolg.

Region am Rand eines Flächenbrands

Die jüngsten Ereignisse markieren eine dramatische Zuspitzung des ohnehin angespannten Verhältnisses zwischen Israel und Iran. Noch vor wenigen Tagen hatten Diplomaten in Washington und Teheran über eine mögliche Eindämmung des Atomstreits verhandelt. Nun sprechen beide Seiten faktisch die Sprache des Krieges.

Mit Raketenangriffen auf israelisches Territorium, Attacken auf US-Einrichtungen im Golf und Drohungen gegen den internationalen Schiffsverkehr droht sich der Konflikt zu einem regionalen Flächenbrand auszuweiten. Ob es bei begrenzten Militärschlägen bleibt oder eine umfassende militärische Konfrontation folgt, ist derzeit völlig offen.

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