Washington. Im Konflikt mit dem Iran zeichnet sich überraschend eine vorübergehende Entspannung ab: US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum zur Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus um fünf Tage verlängert.
Noch wenige Stunden zuvor hatte Trump mit massiven Luftangriffen auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur gedroht, sollte die Meerenge nicht binnen 48 Stunden wieder für den internationalen Schiffsverkehr freigegeben werden. Nun jedoch spricht der Präsident von „sehr guten Gesprächen“ und stellt eine mögliche „vollständige Beilegung der Feindseligkeiten“ in Aussicht.
In einem ungewöhnlich versöhnlichen Ton lobte Trump die laufenden Verhandlungen mit der Führung in Iran. Aufgrund der „konstruktiven und detaillierten Gespräche“ habe er das Militär angewiesen, geplante Angriffe vorerst auszusetzen. Die Pause gilt allerdings nur unter der Bedingung, dass die Gespräche Fortschritte zeigen.
Die Entscheidung deutet auf einen möglichen diplomatischen Durchbruch hin – zumindest kurzfristig. Ob die Verhandlungen tatsächlich zu einer nachhaltigen Entspannung führen oder lediglich Zeitgewinn bedeuten, bleibt offen.
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Eine weitere Eskalation hätte erhebliche Auswirkungen auf die globale Energieversorgung und die internationale Sicherheit.


