Ein schweres Unwetter hat am Samstag das Nova Rock Festival im österreichischen Nickelsdorf erschüttert. Eine mächtige Gewitterzelle entwickelte sich zeitweise zu einer Superzelle und zog mit Starkregen, heftigen Windböen und zahlreichen Blitzeinschlägen über das Festivalgelände. Binnen kurzer Zeit verwandelte sich das Areal in eine Schlammwüste. Dank schneller Sicherheitsmaßnahmen konnten die Besucher rechtzeitig in geschützte Bereiche gebracht werden. Nach aktuellem Stand wurde niemand verletzt. Dennoch richtete das Unwetter erhebliche Schäden an: Mehrere Zelte wurden von den Sturmböen erfasst und zerstört, zahlreiche Campingflächen standen unter Wasser.
Festivalbesucher kämpfen mit Schlamm und Regen
Nach den extremen Niederschlägen bot sich den Besuchern ein schwieriges Bild. Wege und Zeltplätze versanken im Matsch, sodass die Fortbewegung auf dem Gelände vielerorts nur noch eingeschränkt möglich war. Trotz der widrigen Bedingungen blieb die Stimmung unter den Festivalgästen weitgehend ruhig, während Einsatzkräfte und Veranstalter die Folgen des Unwetters beseitigten.
Wetterlage in Österreich bleibt angespannt
Auch nach dem Durchzug der Superzelle war keine Entspannung in Sicht. Meteorologen warnten bereits vor weiteren kräftigen Gewittern. Besonders entlang der Alpennordseite hatte man am Sonntag erneut mit Regen gerechnet. In anderen Landesteilen sorgte zeitweiliger Sonnenschein zwar für kurze Wetterberuhigung, gleichzeitig stieg dadurch jedoch die Wahrscheinlichkeit neuer Gewitter. Vor allem in Unterkärnten, der südlichen Steiermark sowie im Süd- und Mittelburgenland hatten sich am Nachmittag erneut kräftige Gewitter gebildet. Dabei waren oft örtlich Hagel, Starkregen und stürmische Böen möglich. Die Temperaturen bewegten sich zwischen 19 und 27 Grad.
Auch zum Wochenstart bleibt das Wetter wechselhaft
Am Montag setzt sich die unbeständige Wetterlage fort. Sonne und Wolken wechseln sich in ganz Österreich ab, während nahezu überall einzelne Regenschauer auftreten können. Die höchste Gewitterwahrscheinlichkeit besteht erneut im Südosten des Landes. Zusätzlich sorgt ein teils kräftiger West- bis Nordwestwind insbesondere entlang der Alpennordseite und im Osten für ungemütliche Bedingungen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 17 und 25 Grad.
Hitzewelle kündigt sich bereits an
Ab Dienstag zeichnet sich jedoch eine Wetterberuhigung ab. Die Temperaturen steigen wieder deutlich an und vielerorts beginnt der Tag mit Sonnenschein. Im Laufe des Nachmittags können sich vor allem in den Berg- und Hügellandschaften erneut einzelne Schauer oder Gewitter entwickeln. Mit Höchstwerten von bis zu 27 Grad deutet sich gleichzeitig der Beginn einer neuen sommerlichen Wärmephase an, die in den kommenden Tagen auch Deutschland erreichen dürfte.


