Starkes Erdbeben im östlichen Mittelmeer

Ein Erdbeben der Stärke um 4,9 hat am Montagvormittag die Region südöstlich der griechischen Insel Kreta erschüttert. Das Beben ereignete sich gegen 10:45 Uhr Ortszeit im östlichen Mittelmeer und wurde von zahlreichen Menschen in der Umgebung deutlich wahrgenommen. Nach ersten Angaben des Deutsches GeoForschungsZentrums lag das Epizentrum rund 49 Kilometer südöstlich der Stadt Ierapetra. Die Tiefe wurde zunächst mit etwa zehn Kilometern angegeben, was auf ein relativ oberflächennahes Beben hindeutet – solche Erschütterungen sind häufig stärker spürbar.

Unterschiedliche Messwerte sorgen für Abweichungen

Mehrere seismologische Institute meldeten leicht unterschiedliche Magnituden. Das Nationales Observatorium Athen bezifferte die Stärke auf 4,4, während andere Forschungseinrichtungen Werte zwischen 4,2 und 4,8 registrierten. Solche Abweichungen sind in der Frühphase der Auswertung nicht ungewöhnlich, da die Daten kontinuierlich überprüft und präzisiert werden.

Keine Schäden – aber deutlich wahrgenommen

Nach derzeitigen Erkenntnissen blieb das Beben ohne größere Schäden. Dennoch berichteten viele Anwohner in der Region von spürbaren Erschütterungen, die sich meist als leichtes Zittern oder Vibrieren äußerten. Besonders in der Nähe des Epizentrums war das Beben deutlich wahrnehmbar. In kleineren Orten wie Kalo Nero und Palekastro sowie in Städten wie Sitia und Ierapetra selbst wurde ein leichtes Bodenschütteln registriert. Auch weiter entfernte Orte wie Agios Nikolaos, Malia und die Inselhauptstadt Iraklio meldeten noch schwache Vibrationen. Je größer die Entfernung, desto geringer fiel die Intensität aus.

Region bleibt seismisch aktiv

Die Region rund um Kreta zählt zu den seismisch aktiven Zonen Europas. Kleinere bis mittlere Erdbeben treten dort regelmäßig auf, da sich tektonische Platten in diesem Bereich bewegen. Experten beobachten die Lage weiterhin genau, insbesondere um mögliche Nachbeben oder Veränderungen in den Messdaten frühzeitig zu erkennen.

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