Neues ASA-Warnsystem soll DAB+-Radios einschalten

Deutschland bekommt ein neues Warnsystem für den Katastrophenschutz. Der Automatic Safety Alert (ASA) soll ab dem 10. September 2026 regulär über das DAB+-Netz eingesetzt werden. Das System kann Warnmeldungen vor Unwettern, Hochwasser oder anderen Gefahren direkt an kompatible Digitalradios übermitteln. Eine Besonderheit von ASA ist die automatische Aufweckfunktion. Befindet sich ein zertifiziertes DAB+-Radio im Standby und geht eine passende Warnung ein, kann sich das Gerät selbstständig einschalten. Anschließend wird eine Durchsage oder synthetisch erzeugte Sprachmeldung abgespielt.

Die Warnungen lassen sich regional begrenzen. Nutzer hinterlegen dafür einen persönlichen Standortcode, sodass das Radio nur auf Gefahrenmeldungen für die ausgewählte Region reagiert.

Funktioniert auch bei Ausfall von Internet und Mobilfunk

ASA soll eine zusätzliche Sicherheitsreserve schaffen, wenn klassische Kommunikationswege ausfallen. Das System nutzt ausschließlich das terrestrische DAB+-Rundfunknetz und ist damit unabhängig von Internet- und Mobilfunkverbindungen. Damit ergänzt ASA den bestehenden Warnmix aus Cell Broadcast, Warn-Apps wie NINA und Sirenen. Gerade bei großflächigen Strom- oder Netzausfällen kann der Rundfunk eine wichtige zusätzliche Informationsquelle sein.

Neue Geräte für den Empfang erforderlich

Wer ASA nutzen möchte, benötigt ein entsprechend zertifiziertes DAB+-Radio. Bereits mehr als 35 Modelle sollen für das System zugelassen sein. Erkennbar sind geeignete Geräte am offiziellen ASA-Logo. Ältere DAB+-Radios können nach Angaben des Digitalradio Büros Deutschland nicht einfach per Software-Update nachgerüstet werden. Auch für Autoradios ist die Funktion derzeit noch nicht verfügbar.

Start zum bundesweiten Warntag

Der Regelbetrieb soll am 10. September 2026, dem bundesweiten Warntag, beginnen. Bis dahin wird das System weiter getestet und schrittweise ausgebaut.

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