Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut Ziel eines massiven russischen Luftangriffs geworden. In der Nacht schlugen mehrere Angriffswellen mit ballistischen Raketen in verschiedenen Teilen der Millionenstadt ein. Explosionen waren über weite Teile des Stadtgebiets zu hören, während die Luftabwehr versuchte, die Geschosse abzufangen. Nach Angaben der örtlichen Behörden verursachten die Einschläge zahlreiche Brände und Sachschäden. Betroffen waren unter anderem Gebäude im Osten und Westen der Stadt. Ein Bürogebäude geriet in Brand, außerdem wurden weitere nicht bewohnte Gebäude beschädigt. Einsatzkräfte waren bis in die Morgenstunden damit beschäftigt, die Feuer unter Kontrolle zu bringen und die betroffenen Bereiche zu sichern.
Mehrere Verletzte nach den Angriffen
Die Behörden meldeten mindestens drei Verletzte infolge der Raketenangriffe. Über mögliche weitere Opfer lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Die Bevölkerung wurde während des Angriffs mehrfach aufgefordert, Schutzräume und U-Bahn-Stationen aufzusuchen. In vielen Teilen der Stadt verbrachten Bewohner erneut Stunden in Luftschutzbunkern. Die neuerlichen Angriffe unterstreichen die zunehmende Bedeutung ballistischer Raketen in der russischen Kriegsführung gegen die Ukraine. Diese Waffen stellen die ukrainische Luftverteidigung vor besondere Herausforderungen, da sie mit hoher Geschwindigkeit fliegen und nur begrenzte Reaktionszeiten ermöglichen. Besonders Systeme wie die russischen Iskander-Raketen gelten als schwer abzufangen.
Kiew bleibt zentrales Ziel russischer Luftangriffe
Die ukrainische Hauptstadt steht seit Beginn des russischen Angriffskrieges regelmäßig unter Beschuss. In den vergangenen Wochen hatten sich die Attacken auf Kiew erneut intensiviert. Experten sehen darin den Versuch Moskaus, die ukrainische Luftabwehr zu überlasten und zusätzlichen Druck auf Politik und Bevölkerung auszuüben. Ein Ende der Angriffe ist derzeit nicht absehbar.


