Der Landkreis Stade verstärkt seinen Katastrophenschutz mit umfangreicher neuer Technik. Landrat Kai Seefried übergab jetzt Ausrüstung im Gesamtwert von knapp 1,5 Millionen Euro an die örtlichen Katastrophenschutzeinheiten. Damit sollen die Einsatzkräfte besser auf Hochwasser, Gefahrstofflagen und länger andauernde Notfälle vorbereitet werden. Die Kreisfeuerwehr erhält unter anderem einen neuen Erkundungswagen für Einsätze bei chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren. Zusätzlich steht dem Bereich Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst künftig ein neuer Kommandowagen zur Verfügung.
Auch der Hochwasserschutz wird ausgebaut. Die neu aufgestellte Hochwasserschutzbereitschaft erhält ein mobiles Schutzsystem sowie eine Sandsackfüllmaschine mit Transportanhänger. Damit sollen größere Hochwasserlagen schneller und effektiver bewältigt werden können.
Mobile Tankstellen und Verpflegung
Auch für die logistische Versorgung wird die Ausstattung erweitert. Das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und der Fachzug Energie & Technik der Kreisfeuerwehr bekommen jeweils eine mobile Tankstelle. Das DRK erhält zudem einen Abrollbehälter für die Verpflegung von Einsatzkräften und Betroffenen.
Landkreis trägt größten Anteil
Die Finanzierung erfolgt gemeinsam durch mehrere Ebenen. Der Landkreis Stade steuert 536.000 Euro bei, das Land Niedersachsen 436.000 Euro und der Bund 311.000 Euro. Weitere 157.000 Euro kommen vom DRK-Kreisverband Stade. Landrat Kai Seefried sieht im Ausbau eine notwendige Reaktion auf veränderte Gefahrenlagen. Zunehmende Extremwetterereignisse, Hochwasser und weitere komplexe Bedrohungen stellen den Katastrophenschutz vor wachsende Herausforderungen. Die neue Technik soll insbesondere die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer im Landkreis bei ihren Einsätzen unterstützen.


