Ein verheerender Großbrand hat in der norwegischen Stadt Drammen südwestlich von Oslo ein ganzes Wohnviertel in Schutt und Asche gelegt. Nach Angaben der Behörden wurden mehr als 100 Wohnhäuser und Wohnungen zerstört. Rund 400 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Sicherheit gebracht. Das Feuer gilt bereits als eine der schwersten Brandkatastrophen in Norwegen seit Jahrzehnten.
Feuer breitet sich in rasendem Tempo aus
Der Brand brach am Freitagnachmittag in einer Reihenhaussiedlung im Stadtteil Krokstadelva aus. Begünstigt durch starke Windböen und anhaltende Trockenheit griffen die Flammen innerhalb kürzester Zeit auf benachbarte Gebäude über. Auch angrenzende Waldflächen gerieten in Brand, wodurch sich die Lage für die Einsatzkräfte weiter verschärfte. Über dem betroffenen Gebiet stand zeitweise eine dichte Rauchsäule, die kilometerweit sichtbar war.
Feuerwehr kämpft mit Großaufgebot gegen das Inferno
Feuerwehren aus mehreren Regionen rückten zur Unterstützung an. Zusätzlich kamen Löschhubschrauber zum Einsatz, um die Flammen aus der Luft zu bekämpfen. Trotz des massiven Kräfteaufgebots gestalteten sich die Löscharbeiten wegen des starken Windes und der schnellen Brandausbreitung äußerst schwierig. Erst nach stundenlangem Einsatz gelang es den Feuerwehrkräften, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Hunderte Menschen evakuiert – keine Todesopfer
Die Behörden leiteten umgehend umfangreiche Evakuierungen ein. Rund 400 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Notunterkünften untergebracht. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen keine Menschen ums Leben. Ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verletzungen, zudem mussten mehrere Anwohner wegen Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt werden.
Ursache des Feuers weiterhin ungeklärt
Noch ist unklar, wodurch das Feuer ausgelöst wurde. Die Ermittlungsbehörden untersuchen derzeit den Brandherd und sichern Spuren. Experten gehen davon aus, dass die Kombination aus extremer Trockenheit, starken Winden und der dichten Bebauung maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich die Flammen innerhalb weniger Minuten unkontrolliert ausbreiten konnten.
Bewohner stehen vor dem Nichts
Für zahlreiche Familien bedeutet die Brandkatastrophe den vollständigen Verlust ihres Zuhauses. Viele Betroffene konnten nur das Nötigste retten, bevor sie ihre Häuser verlassen mussten. Während die Einsatzkräfte weiterhin Nachlöscharbeiten durchführen, beginnt für die Bewohner nun die schwierige Aufgabe, ihre Existenz neu aufzubauen. Die Behörden rechnen damit, dass die Aufräumarbeiten und die Ermittlungen noch längere Zeit andauern werden.


