Vor der Küste Nordnorwegens hat sich am Mittwochabend eine ungewöhnliche Serie von Erdbeben ereignet. Das stärkste Beben erreichte nach vorläufigen Messungen eine Magnitude von 4,3. Anschließend registrierten die Seismologen 18 weitere, schwächere Nachbeben. Das Hauptbeben ereignete sich am 19. August gegen 23.06 Uhr im Europäischen Nordmeer. Das Epizentrum lag nach Angaben des norwegischen seismologischen Instituts NORSAR rund 40 Kilometer westlich von Ørnes. Die Herdtiefe wurde zunächst auf etwa 14 Kilometer geschätzt, wobei diese Angabe noch mit Unsicherheiten behaftet ist.
Bereits rund zwölf Minuten zuvor war in derselben Region ein schwächeres Beben registriert worden. Auf das Beben der Stärke 4,3 folgte anschließend eine Serie von 18 Nachbeben.
Erschütterungen in der Region spürbar
Das stärkste Beben wurde an mehreren Orten in der Umgebung wahrgenommen. Hinweise auf größere Schäden oder Verletzte liegen bislang nicht vor. NORSAR beobachtet die seismische Aktivität weiterhin. Die Wissenschaftler werten zusätzliche Messdaten aus, weshalb sowohl die genaue Position der Epizentren als auch die Magnituden noch angepasst werden könnten.
Erdbeben in der Region nicht ungewöhnlich
Die aktuelle Serie kommt nicht völlig überraschend. Nach Angaben von NORSAR wurden innerhalb der vergangenen 25 Jahre etwa 22 Erdbeben im Umkreis von 100 Kilometern um das aktuelle Epizentrum registriert. Das bislang stärkste dieser früheren Ereignisse erreichte etwa Magnitude 4,0 und ereignete sich im November 2023. Die aktuelle Erdbebenserie wird von den norwegischen Seismologen weiter beobachtet. Entscheidend ist dabei insbesondere, ob die Aktivität nach den zahlreichen Nachbeben wieder deutlich abnimmt.


