Erdbeben der Stärke 5.1 im Osten Kubas

Havanna. In der Karibik hat sich Anfang März ein spürbares Erdbeben ereignet. Nach Angaben des GFZ Helmholtz Centre for Geosciences wurde am 6. März 2026 ein Erdstoß der Magnitude 5,1 registriert. Das Beben ereignete sich im Osten von Cuba und trat in vergleichsweise geringer Tiefe auf, was die Erschütterungen an der Oberfläche verstärken kann.

Epizentrum im Osten Kubas

Die Messstationen des Geoforschungszentrums lokalisierten das Epizentrum bei den Koordinaten 19,93 Grad nördlicher Breite und 74,37 Grad westlicher Länge. Dieser Bereich liegt im östlichen Teil der Insel in der Karibik.

Die Herdtiefe wurde mit etwa zehn Kilometern angegeben. Geologen sprechen in solchen Fällen von einem oberflächennahen Beben. Solche Ereignisse können in der Umgebung des Epizentrums deutlich stärker wahrgenommen werden als tiefer liegende Erdstöße ähnlicher Magnitude.

Messwerte zunächst automatisch ermittelt

Laut dem Potsdamer Forschungszentrum wurde das Ereignis zunächst automatisch durch seismologische Systeme ausgewertet. In der ersten Meldung war noch eine Magnitude von 4,9 angegeben worden. Nach der automatischen Neubewertung wurde der Wert jedoch auf 5,1 korrigiert.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war die Analyse noch nicht endgültig bestätigt. Die endgültige Bewertung erfolgt in solchen Fällen normalerweise durch Geophysiker, die die Daten manuell überprüfen.

Erschütterungen in der Region möglich

Erdbeben dieser Stärke können in der Nähe des Epizentrums deutlich wahrgenommen werden. Typischerweise werden Gebäude leicht erschüttert, und Gegenstände können in Bewegung geraten. Ob Menschen das Beben tatsächlich gespürt haben, ist derzeit unklar. Auch Berichte über Schäden an Gebäuden, Infrastruktur oder mögliche Verletzte liegen bislang nicht vor.

Kein Tsunami-Alarm ausgelöst

Trotz der vergleichsweise starken Erschütterung wurde kein Tsunami-Alarm ausgegeben. Solche Warnungen werden in der Regel erst bei deutlich stärkeren Seebeben ausgelöst. Seismologen weisen zudem darauf hin, dass erste automatische Messungen gelegentlich ungenau sein können. Erst nach einer detaillierten Auswertung durch Fachleute lassen sich Magnitude, Tiefe und genaue Lage eines Bebens endgültig bestätigen.

Region bleibt seismologisch aktiv

Die Karibik gehört zu einer tektonisch aktiven Zone, in der mehrere Erdplatten aufeinandertreffen. Dadurch kommt es immer wieder zu Erdbeben unterschiedlicher Stärke. Auch wenn das aktuelle Beben nach bisherigen Informationen keine größeren Folgen hatte, beobachten Geowissenschaftler die seismische Aktivität in der Region weiterhin aufmerksam.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert