Patras. Im Hafen von Patras ist den griechischen Sicherheitsbehörden ein schwerer Schlag gegen den organisierten Drogenhandel gelungen. Bei einer gezielten Kontrolle entdeckten Spürhunde der Küstenwache mehr als 130 Kilogramm Cannabis, die in einem Lastwagen versteckt transportiert wurden. Die Drogen waren in über hundert sorgfältig verpackten Päckchen in der Ladung verborgen.
Der Zugriff erfolgte im Hafen von Rio bei Patras. Einsatzkräfte der griechischen Küstenwache arbeiteten dabei eng mit der nationalen Drogenbekämpfungsbehörde sowie dem spezialisierten K9-Team zusammen. Die Spürhunde „Mezcal“ und „Ares“ schlugen bei der Kontrolle des Fahrzeugs an und führten die Beamten direkt zu der versteckten Fracht.
Insgesamt stellten die Ermittler 140 Pakete sicher. Davon entfielen 100 Pakete auf rohes Cannabis, auch bekannt als Skunk, mit einem Gesamtgewicht von rund 110,7 Kilogramm. Weitere 40 Pakete enthielten verarbeitetes Cannabis in Form von Haschisch und wogen zusammen etwa 21,2 Kilogramm. Die Menge deutet nach Einschätzung der Behörden auf eine professionelle Schmuggelstruktur hin.
Der 61-jährige Fahrer des Lastwagens wurde noch am Hafen festgenommen. Die Ermittlungen führten anschließend nach Athen, wo die Polizei in einer weiteren Aktion einen 45-jährigen Mann verhaftete. Er soll ein Lager betrieben haben, das offenbar für die Zwischenlagerung und den Weiterverkauf der Drogen vorgesehen war.
Bei der Durchsuchung dieses Lagers stießen die Beamten auf Aufkleber mehrerer spanischer und griechischer Unternehmen sowie auf Kauf- und Handelsunterlagen. Zudem wurde ein Beleg über die Hinterlegung von 2.000 Euro sichergestellt. Diese Funde untermauern den Verdacht, dass das Schmuggelnetzwerk grenzüberschreitend agierte.
Nach Angaben der Ermittler ist noch unklar, ob die beschlagnahmten Drogen für den griechischen Markt bestimmt waren oder über Patras weiter nach Spanien geschleust werden sollten. Der Hafen gilt als wichtiger Umschlagplatz im Mittelmeerraum und steht daher immer wieder im Fokus internationaler Drogenfahnder.
Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Beteiligten dauern an.


