Büren. Am Flughafen Paderborn/Lippstadt hat am Sonntag eine Bombendrohung einen Polizeieinsatz ausgelöst und den Flugbetrieb kurzfristig beeinträchtigt. Die Drohung ging per E-Mail ein – und wurde von den Verantwortlichen umgehend ernst genommen.
Wie Airport-Sprecher Matthias Hack erklärte, sei die Nachricht am Vormittag eingegangen. Sicherheitsbehörden und Flughafenbetreiber reagierten sofort. „Wir haben die Drohung ernst genommen“, betonte Hack. Das Terminal wurde überprüft, Einsatzkräfte waren vor Ort. Nach Abschluss der Maßnahmen stand fest: Es wurde kein verdächtiger Gegenstand gefunden.
Auch die Polizei bestätigte den Einsatz. Sprecher Mark Heinemann erklärte, Beamte hätten den Flughafen umfassend kontrolliert. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine sogenannte „Swatting-Mail“. In der wortgleichen Nachricht seien mehrere Flughäfen in Deutschland mit einer Bombendrohung konfrontiert worden. Die Mail habe allgemein von „Terminals“ gesprochen – weshalb in Paderborn insbesondere der Terminalbereich im Fokus der Durchsuchung stand.
Nach Angaben der Bundespolizei gingen an mehreren Standorten identische Drohschreiben ein. Hinweise auf eine konkrete Gefährdungslage am Flughafen Paderborn/Lippstadt ergaben sich jedoch nicht.
Dennoch hatte der Vorfall unmittelbare Auswirkungen auf den Flugverkehr. Am Sonntag stand lediglich ein größerer Linienflug auf dem Plan: Eine Maschine der Eurowings mit Ziel Mallorca. Der für 11.05 Uhr geplante Abflug verzögerte sich infolge der polizeilichen Maßnahmen um rund 40 Minuten.
Für die Reisenden bedeutete der Einsatz vor allem eines: Unsicherheit. Auch wenn sich die Bedrohung letztlich als haltlos erwies, zeigt der Vorfall erneut, wie sensibel die Sicherheitsarchitektur an deutschen Flughäfen ist – und wie schnell anonyme Drohmails erhebliche Einsatzlagen auslösen können.
Die Ermittlungen zur Herkunft der E-Mail dauern an.


