Angesichts steigender Wasserverbräuche und anhaltender Trockenheit hat der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) die Trinkwasserampel auf die höchste Warnstufe Rot gesetzt. Die Bürgerinnen und Bürger im Versorgungsgebiet werden dringend aufgefordert, ihren Wasserverbrauch deutlich zu reduzieren, um Engpässe bei der Trinkwasserversorgung zu vermeiden. Besonders auf wasserintensive Tätigkeiten wie das Bewässern von Gärten, das Befüllen privater Pools oder das Waschen von Fahrzeugen soll vorerst verzichtet werden.
Förderkapazitäten stoßen an ihre Grenzen
Nach Angaben des Wasserverbands droht der aktuelle Trinkwasserverbrauch die verfügbare Fördermenge zu übersteigen. Die Versorgung der Haushalte mit Trinkwasser habe oberste Priorität. Um die Stabilität des Systems zu gewährleisten, seien freiwillige Einsparungen der Bevölkerung jetzt besonders wichtig. Mit der roten Warnstufe signalisiert der Verband eine angespannte Versorgungslage, die bei weiter steigenden Verbräuchen oder ausbleibenden Niederschlägen zu erheblichen Problemen führen könnte.
Zahlreiche Gemeinden in Brandenburg betroffen
Das Versorgungsgebiet des MAWV umfasst insgesamt 20 Kommunen südöstlich von Berlin. Betroffen sind vor allem Gemeinden in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oder-Spree. Zu den versorgten Orten zählen unter anderem Storkow und Tauche. Der Verband mit Sitz in Königs Wusterhausen versorgt eine große Zahl von Haushalten und Unternehmen in der Region mit Trinkwasser. Eine Übersicht aller betroffenen Kommunen stellt der MAWV auf seiner Internetseite bereit.
Wasserampel soll Wassernotstand verhindern
Die Trinkwasserampel dient als Frühwarnsystem für die aktuelle Versorgungslage im Verbandsgebiet. Sie informiert die Bevölkerung über die Verfügbarkeit von Trinkwasser und soll zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource beitragen. Insbesondere während längerer Trockenphasen soll das System helfen, kritische Versorgungssituationen frühzeitig zu entschärfen und einen möglichen Wassernotstand zu verhindern.
Trockenheit und hohe Temperaturen verschärfen die Lage
Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie stark die Trinkwasserversorgung in Brandenburg von Wetterextremen beeinflusst wird. Anhaltende Trockenheit und sommerliche Hitze führen regelmäßig zu erhöhtem Wasserverbrauch, während gleichzeitig die natürlichen Wasserreserven unter Druck geraten. Der MAWV appelliert deshalb an alle Verbraucherinnen und Verbraucher, Trinkwasser nur für notwendige Zwecke zu nutzen. Jede eingesparte Menge könne dazu beitragen, die Versorgungssicherheit für die gesamte Region aufrechtzuerhalten.


