Auf dem Gelände eines Betonwerks von Heidelberg Materials sind in der Nacht zum Mittwoch fünf Betonmischer vollständig ausgebrannt. Insgesamt wurden sieben Fahrzeuge beschädigt. Der Sachschaden wird auf rund 800.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand. Nach dem Feuer ist auf der Plattform Indymedia ein Schreiben einer Gruppe aufgetaucht, die sich „Kommunist*innen“ nennt. Darin wird behauptet, für den Brand verantwortlich zu sein.
Als Begründung werden unter anderem Geschäftsbeziehungen von Heidelberg Materials nach Israel sowie die deutsche Unterstützung Israels und die deutsche Aufrüstung genannt. Die Polizei prüft das Schreiben. Ob es tatsächlich von den Tätern stammt, ist derzeit nicht geklärt. Auch die genaue Brandursache steht noch nicht endgültig fest. Die Ermittler schließen Brandstiftung jedoch nicht aus und ermitteln in mehrere Richtungen.
Innenminister spricht von Brandanschlag
Hessens Innenminister Roman Poseck bezeichnete den Vorfall bereits als Brandanschlag und als schweren Angriff auf ein Unternehmen. Sollte sich ein extremistischer Hintergrund bestätigen, füge sich die Tat nach seinen Worten in eine Entwicklung zunehmender linksextremer Gewalt ein.
Fahrzeuge gezielt angegriffen?
Nach bisherigen Erkenntnissen standen bei Eintreffen der Feuerwehr mehrere Lastwagen bereits vollständig in Flammen. Die Einsatzkräfte waren über Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Gebäude blieben von den Flammen verschont. Damit konzentriert sich die Untersuchung nun auf die entscheidende Frage: War es ein gezielter politisch motivierter Brandanschlag – oder steckt eine andere Ursache hinter dem Feuer? Die Ermittlungen laufen. Eine Festnahme wurde bislang nicht bekanntgegeben.


