Eine Baustelle ist in München mit mehreren Brandsätzen angegriffen worden. Mindestens zwei der Feuer gingen in Flammen auf, konnten jedoch schnell gelöscht werden. Ein weiterer Brandsatz musste von Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts gesichert werden. Besonders brisant ist der Tatort: Die Baustelle befindet sich direkt vor der Münchner Zentrale von Rohde & Schwarz. In unmittelbarer Nähe sitzt zudem das Rüstungsunternehmen Helsing. Das LKA prüft deshalb einen möglichen politisch motivierten Anschlag.
Zwei Verdächtige festgenommen
Nach dem Angriff nahm die Polizei an einer Tankstelle zwei Personen fest – eine 28-jährige Frau und einen 38-jährigen Mann. Beide sind bulgarische Staatsangehörige. Ob sie tatsächlich für die Tat verantwortlich sind, müssen die weiteren Ermittlungen klären. Es gilt die Unschuldsvermutung. Verletzt wurde niemand. Auch das Gelände von Rohde & Schwarz wurde nach bisherigen Erkenntnissen nicht beschädigt.
Ermittler prüfen politisches Motiv
Noch ist unklar, welchem Unternehmen der Angriff tatsächlich galt und welches Motiv dahintersteckt. Die Ermittler untersuchen nun die Brandsätze, Spuren am Tatort und mögliche Verbindungen der Festgenommenen. Der Fall sorgt auch deshalb für Aufmerksamkeit, weil deutsche Sicherheitsbehörden derzeit verstärkt vor Sabotage und Angriffen auf Unternehmen der Rüstungs- und Sicherheitsbranche warnen.


