EU-Waldbrandeinheit auf dem Weg nach Serbien

Deutschland unterstützt Serbien bei der Bekämpfung großflächiger Waldbrände. Das EU-Waldbrandmodul GFFF-V DE1 ist auf dem Weg in das Land. Die Entsendung erfolgt auf Bitte der serbischen Behörden über das europäische Katastrophenschutzverfahren. Die Ankunft der Einsatzkräfte wird im Laufe des Montags im Nordwesten Serbiens erwartet. Zum deutschen Einsatzverband gehören Feuerwehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Verstärkt wird die Einheit durch Fachberater der auf Naturkatastrophen spezialisierten Organisation @fire sowie eine Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Auch die Feuerwehr Leverkusen ist beteiligt: Drei Einsatzkräfte bringen ein geländegängiges Tanklöschfahrzeug sowie ein Löschfahrzeug des Katastrophenschutzes mit nach Serbien.

Bereits sechster Auslandseinsatz

Für das seit 2019 im europäischen Katastrophenschutzverfahren registrierte Waldbrandmodul ist der Einsatz in Serbien bereits die sechste internationale Mission. Allein 2026 waren die Spezialkräfte bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und Spanien im Einsatz. Erst in der vergangenen Woche unterstützte das Modul außerdem die Löscharbeiten bei Waldbränden im Kreis Düren.

Einsatzauftrag wird vor Ort festgelegt

Welche konkreten Aufgaben die deutschen Kräfte in Serbien übernehmen, soll erst während der Anreise beziehungsweise nach ihrer Ankunft entschieden werden. Die spezialisierten Waldbrandmodule des EU-Katastrophenschutzverfahrens können bei entsprechenden Hilfeersuchen kurzfristig mobilisiert und in betroffene Regionen entsandt werden. Die operative Koordination übernimmt das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum des Bundes (GMLZ) beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Abstimmung mit der Feuerwehr Bonn und den zuständigen EU-Stellen. Die Einsatzkosten werden vom Bund und der Europäischen Union getragen.

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